Muthesius Kunsthochschule Kiel

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Muthesius Kunsthochschule Kiel
Gründung 2005
Trägerschaft staatlich
Ort Kiel
Bundesland Schleswig-Holstein
Staat Deutschland
Präsident Rainer W. Ernst
Studenten ca. 500
Website www.muthesius-kunsthochschule.de
Muthesius Kunsthochschule

Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist mit ihrer Umwandlung einer ehemaligen Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in eine Kunsthochschule im Jahr 2005 die jüngste Kunsthochschule Deutschlands, obgleich sie seit ihrer Gründung als Werkkunstschule im Jahr 1907 bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Benannt ist sie nach dem Architekten Hermann Muthesius. Die Muthesius Kunsthochschule ist die einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Fachbereiche

Seit dem Erlangen des Status als Kunsthochschule (2005) werden die Studiengänge als sechssemestrige Studiengänge mit dem Abschluss Bachelor of Arts und Bachelor of Fine Arts angeboten. Der Fachbereich Architektur wurde nach einem Beschluss der Landesregierung im Sommersemester 2008 eingestellt. Bis 2009 läuft der Abschluss Diplom(FH) für alle Fachrichtungen aus. Ab dem Wintersemester 2008 bietet die Kunsthochschule viersemestrige Studiengänge mit dem Abschluss Master of Arts bzw. Master of Fine Arts an. Die Master-Studiengänge sind:

Neben den Fachbereichen ist die Muthesius Kunsthochschule in zentralen Einrichtungen organisiert, die fächerübergreifende Lehrangebote bieten. Auf diese Weise soll interdisziplinäres Studieren ermöglicht werden. Die zentralen Einrichtungen sind:

  • Zentrum für Medien
  • Zentrum für Theorie
  • Das Forum, als "Center for Interdisciplinary Studies"
  • Die Bibliothek, das EDV-Zentrum, sowie zentrale Werkstätten

[Bearbeiten] Geschichte

Die heutige Muthesius Kunsthochschule wurde 1907 als Teil der Kieler Gewerbeschule mit kunstgewerblicher Ausrichtung gegründet. Die Schule trug den Namen Städtische Handwerker- und Kunstgewerbeschule.[1] Sie erhielt 1910 zunächst den Titel Technische und kunstgewerbliche Fachschule, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg in Muthesius-Werkschule für Handwerk und angewandte Kunst umbenannt wurde. 1972 erhielt sie den Status einer Fachschule für Gestaltung und wurde zwei Jahre später in die Fachhochschule Kiel überführt. 1994 erhielt sie als Muthesius-Hochschule – Fachhochschule für Kunst und Gestaltung die Selbstständigkeit.[2] Nach jahrelangem Ringen um den Status einer Kunsthochschule wurde sie 2005 zur Muthesius Kunsthochschule erklärt. Im Jahr 2007 wurde das hundertjährige Jubiläum gefeiert.

[Bearbeiten] Trivia

Nach einer Meldung des Nachrichtenmagazins Spiegel narrte der Kanzler der Kunsthochschule Dirk Mirow monatelang die Medien, indem er aus Anlass der staatlichen Beihilfen in der Finanzkrise 2008 unter falschem Namen u.a. vor dem Bundeskanzleramt gegen die „Steuergeldverbrennung“ demonstrierte.[3]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Professoren im Bereich Freie Kunst

  • Kerstin Abraham (* 1956), Professorin für Freie Kunst und Keramik (seit 1994)
  • Harald Duwe (1926–1984), Professor für Freie Kunst/Malerei (1975–1984)
  • Ludger Gerdes (1954–2008), Professor für Malerei (2005–2008)
  • Rolf Glasmeier (1945–2003), Professor für experimentelles Gestalten
  • Arnold Dreyblatt (* 1953), Professor für Medienkunst (seit 2009)
  • B.K.H. Gutmann (* 1955), Professor für künstlerische Grundlehre (seit 2005)
  • Jan Koblasa (* 1932), Professor für Bildhauerei (1969–1997)
  • Peter Nagel (* 1941), Professor für Malerei (1985–2004)
  • Piotr Nathan (* 1956), Professor für Freie Zeichnung und Druckgrafik

[Bearbeiten] Professoren im Bereich Design und in den Zentren

[Bearbeiten] Ehemalige Studenten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Knut Nievers (Hrsg.): Kunstwende, Der Kieler Impuls des Expressionismus 1915 – 1922. Wachholtz, Neumünster 1992, S. 203.
  2. http://www.tf.uni-kiel.de/dekanat/berichte/pdf/abschlussbericht.pdf
  3. Spiegel online: Demonstrant verschaukelt "Tagesthemen", 22. November 2008.

[Bearbeiten] Weblinks

54.32722222222210.141388888889Koordinaten: 54° 19′ 38″ N, 10° 8′ 29″ O

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