Néris-les-Bains

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Néris-les-Bains
Wappen von Néris-les-Bains
Néris-les-Bains (Frankreich)
Néris-les-Bains
Region Auvergne
Département Allier
Arrondissement Montluçon
Kanton Montluçon-Sud
Gemeindeverband Commentry / Néris-les-Bains.
Koordinaten 46° 17′ N, 2° 40′ O46.2880555555562.6613888888889371Koordinaten: 46° 17′ N, 2° 40′ O
Höhe 230–441 m
Fläche 33,13 km²
Einwohner 2.628 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 79 Einw./km²
Postleitzahl 03310
INSEE-Code

Rathaus Néris-les-Bains

Néris-les-Bains ist eine französische Gemeinde im Département Allier in der Region Auvergne. Der Kurort mit 2628 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) wird vor allem von den drei Kurhäusern und einem zehn Hektar großen Park geprägt.

Geschichte[Bearbeiten]

In vorrömischer Zeit hieß Néris-les-Bains Neriomagus, nach der römischen Eroberung vor 2000 Jahren Aquae Nerii. Die Namensbezeichnungen haben ihren Ursprung im gallischen Lokalgott Nerius und dem keltischen Wort magos = Feld oder Ebene. Die Römer fassten hier die Quellen, bauten Thermen, Aquädukte, ein Amphitheater, Tempel und Villen. Damals nahm die Stadt eine 200 Hektar große Fläche ein und war von großer überregionaler Bedeutung. St. Patroklus bekehrte die Stadt im 6. Jahrhundert zum Christentum.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 2837 2917 2836 2924 2831 2708 2728

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Thermalbad (1826), Monument historique[1]
  • Reste des Amphitheaters, ursprünglich 3000 Personen fassend, Monument historique[2]
  • Camp romain des Chaudes (ancien) (Bad/Thermen, Reste), Monument historique[3]
  • Villa gallo-romaine de Cheberne et ses dépendances (Reste)
  • L'oppidum gaulois
  • Casino (2. Hälfte des 19. Jahrhunderts), Monument historique[4]
  • Alter Bahnhof (1931), Monument historique[5], Architekt: Louis Brachet,[6]
  • Theater im Napoleon III.-Stil
  • Kirche Saint-Georges, romanisch (11./12. Jahrhundert), mit Statuen des 17. Jahrhunderts, Monument historique[7]
  • Kirche Saint-Colomban (18./19. Jahrhundert; rechts vom Chor Kapelle des 15. Jahrhunderts)
  • La Chapelle Notre-Dame de la Brosse (erbaut 1861)
  • Sankt-Josephs-Kapelle (von 1894) mit 4 m großer Statue
  • Viadukte der früheren Eisenbahnlinie
    • Le viaduc de Sainte-Agathe, 165,5 m lang und 40 m hoch mit 7 Bögen von 16 m Breite
    • Le viaduc de Pérassier, 215 m lang und 51 m hoch mit 9 Bögen von 18 m Breite
    • Le viaduc de Néris, 113 m lang und 23 m hoch mit 7 Bögen von 10 m Breite
  • La Maison du Patrimoine (Museum der gallo-römischen Spuren)[8]
  • Château de Cerclier mit Kapelle des 17. Jahrhunderts[9]
  • La nécropole mérovingienne (Sarkophage des 6. Jahrhunderts)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtigster Wirtschaftszweig in Néris-les-Bains ist der Kurbetrieb. Die Hyperthermalquellen haben eine Temperatur von 53 °C, sind schwach radioaktiv, stark mineralisch und reich an Spurenelementen. Das Thermalwasser von Néris beeinflusst besonders stark das Kreislaufsystem. Geheilt werden vor allem Nervenleiden, rheumatische Erkrankungen (Morbus Bechterew) und Frauenleiden. Die Kursaison dauert von Mai bis Oktober.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thermalbad in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Amphitheater in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Camp romain des Chaudes in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Casino in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Alter Bahnhof in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. Neris-les-bains_allier - Te old railway station (englisch)
  7. Kirche Saint-Georges in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  8. Maison du patrimoine (franz.)
  9. Histoire de Néris-les-Bains (franz.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Néris-les-Bains – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien