Nędza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu Personen diese Namens siehe Nędza-Kubiniec.
Nędza
Wappen von Nędza
Nędza (Polen)
Nędza
Nędza
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Racibórz
Geographische Lage: 50° 10′ N, 18° 19′ O50.16055555555618.313055555556Koordinaten: 50° 9′ 38″ N, 18° 18′ 47″ O
Einwohner: -
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 47-440
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SRC
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Kuźnia RaciborskaRacibórz
Rudy Wielkie–Racibórz
Schienenweg: Opole–Racibórz
Nächster int. Flughafen: Flughafen Gidle
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 7 Schulzenämter
Fläche: 57,14 km²
Einwohner: 7330
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2411062
Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindevorsteherin: Anna Iskała
Adresse: ul. Sobieskiego 5
47-440 Nędza
Webpräsenz: www.nedza.pl

Nędza (deutsch bis 1910 Nendza; 1910–1914 Nensa; 1914–1945 Buchenau) ist eine Gemeinde im Powiat Raciborski, im westlichen Teil der Woiwodschaft Schlesien am Oberlauf der Oder.

Geschichte[Bearbeiten]

katholische Pfarrkirche

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gründete Hans Freiherr von Mettich anstelle eines abgelassenen Teiches in einem Waldgebiet das Dorf Nendza.

1742 wurde Nendza preußisch und 1816 dem Landkreis Ratibor zugeordnet. Das Dorf war nach Markowitz eingepfarrt.

1910 wurde die Schreibweise Nensa amtlicher Ortsname, 1914 wurde das Dorf schließlich in Buchenau umbenannt.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1921 während blutiger Aufstände in einer Volksabstimmung über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens entschieden. In Buchenau (Nensa) wurden 472 bzw. 71,95 % der gültigen Stimmen für den Verbleib bei Deutschland abgegeben.[2] Buchenau verblieb in der Weimarer Republik, wurde aber Grenzort. 1926 wurde eine eigenständige Parochie Buchenau gegründet und der Kirchenbau von 1908 in der Folge ausgebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Buchenau in den polnischen Staat eingegliedert und der Ortsname in Nędza geändert.

Da nicht alle deutschen Bewohner geflohen waren oder vertrieben wurden, konnte sich in der Gegend eine deutschstämmige Minderheit halten. So gehören laut der letzten polnischen Volkszählung von 2002 10,47 % der Gemeindebevölkerung der deutschen Minderheit an, weitere 8,10 % bezeichneten sich als „Schlesier“.[3]

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde besteht aus den Ortsteilen

  • Nędza (Buchenau)
  • Zawada Książęca (Herzoglich Zawada)
  • Babice (Babitz)
  • Górki Śląskie (Gurek)
  • Ciechowice (Schichowitz)
  • Szymocice (Schymotschütz)
  • Łęg (Leng)

Im Uhrzeigersinn grenzt die Gemeinde von Norden beginnend an die Gemeinde Kuźnia Raciborska (Ratiborhammer), im Süden an die Gemeinde Lyski und die Stadt Racibórz (Ratibor) sowie im Westen an die Gemeinde Rudnik.

In der Gemeinde liegt das Naturschutzgebiet Łężczok.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nędza – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.
  2. Vgl. Abstimmungsergebnisse auf oberschlesien.de
  3. Vgl. Internetowy System Aktów Prawnych (auf Polnisch)