Nella Martinetti

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Nella Martinetti 2010

Nella Martinetti (* 21. Januar 1946 in Brissago; † 29. Juli 2011[1] in Männedorf) war eine Schweizer Sängerin, Komponistin, Texterin von volkstümlichen Schlagern und Schauspielerin aus dem Kanton Tessin.

Leben[Bearbeiten]

Martinetti sang bereits als Kind mit ihrem Bruder in einem Duo und spielte Gitarre und Akkordeon. Nach der Schule besuchte sie das Lehrerseminar und wurde Kindergärtnerin. In jener Zeit produzierte sie für das Fernsehen im Tessin Kindersendungen und trat auch als Sängerin in Erscheinung. Lotar Olias entdeckt sie und produzierte mit ihr einige Schlager. Dann wandte sie sich der volkstümlichen Musik zu.

Sie bewarb sich 1986 beim Grand Prix der Volksmusik und gewann mit dem selbst komponierten und getexteten Lied Bella Musica. Es folgten weitere Titel, die sie meist selbst schrieb. Ferner schrieb sie für andere Künstler. Sie schrieb die Texte von zwei Liedern des Komponisten Atilla Şereftuğ für Eurovision Song Contests. Daniela Simmons erreichte mit dem Lied Pas pour moi für die Schweiz den zweiten Platz beim Eurovision Song Contest 1986 in Bergen. Céline Dion gewann mit dem Lied Ne partez pas sans moi den Eurovision Song Contest 1988 in Dublin für die Schweiz.

Nella Martinetti war hin und wieder in volkstümlichen Galas und Fernsehveranstaltungen zu sehen, wenngleich ihre Auftritte aufgrund gesundheitlicher Probleme (Fibromyalgie) seltener wurden und ihr Privatleben eher die Klatschspalten der Regenbogenpresse füllte. Dieser gab sie mehrfach bereitwillig intime Details aus ihrem Privatleben preis. Ferner hatte sie Auftritte in der Soap Lüthi und Blanc sowie im Kinofilm Mein Name ist Eugen. Nella Martinetti lebte in Jona.

Im September 2009 wurde bekannt, dass sie an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war.[2] Sie verstarb am 29. Juli 2011 im Alter von 65 Jahren.[3] Am 9. August 2011 wurde sie in Brissago beigesetzt.[4] Erst nach ihrem Tod wurde bekannt, dass Martinetti und ihre langjährige Freundin Marianne Schneebeli ihre Partnerschaft 2009 hatten eintragen lassen.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bekannte Titel[Bearbeiten]

  • 1972: Junge, Junge, du bist eine Wucht
  • 1983: Bionda, bella bionda
  • 1986: Bella Musica
  • Glück muss man haben
  • La Bella Rosa
  • San Bernadino

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1972: Junge, Junge, du bist eine Wucht
  • 1983: Die schönsten Tessinerlieder
  • 1986: Bella Musica (MC)
  • 1990: Nella
  • 1994: Die schönsten Tessinerlieder (Folge 2)
  • 1997: Nella Bella – es heiters Chrüsimüsi
  • 2004: Das Beste aus 30 Jahren
  • 2006: Im Bären ist es lustig – Italianità am Obersee

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1975: Ticino, mi piace
  • 1977: Te vorrei, Don Lorenzo
  • 1980: Nella und Vico wandern singend durch das Maggiatal
  • 1981: Locarno, mi Amor – Schwüle Nächte am Lago Maggiore
  • 1988: Die Katze vom San Gottardo
  • 2005: Mein Name ist Eugenals italienische Hausfrau

Bücher[Bearbeiten]

Dokumentarfilm[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nella Martinetti ist tot in: Tages-Anzeiger vom 30. Juli 2011
  2. Nella Martinetti: «Ich weiss, dass ich bald sterben muss» in: Glückspost vom 17. September 2009
  3. Nella Martinetti ist ihrem Krebsleiden erlegen in: Glanz & Gloria vom 30. Juli 2011
  4. Addio, Nella! in: Blick.ch vom 9. August 2011
  5. Nella Martinetti war verheiratet in: Glanz & Gloria vom 18. August 2011
  6. Ehren-Prix-Walo rührt «Bella Nella» zu Tränen in: Berner Zeitung vom 19. April 2009