Brissago TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Brissagof zu vermeiden.
Brissago
Wappen von Brissago
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Locarnow
Kreis: Isole
BFS-Nr.: 5097i1f3f4
Postleitzahl: 6614
Koordinaten: 698277 / 10840746.128.71197Koordinaten: 46° 7′ 12″ N, 8° 42′ 36″ O; CH1903: 698277 / 108407
Höhe: 197 m ü. M.
Fläche: 17.8 km²
Einwohner: 1852 (31. Dezember 2011)[1]
Einwohnerdichte: 104 Einw. pro km²
Website: www.brissago.ch
Karte
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Brissago (deutsch, veraltet: Brisa) ist eine politische Gemeinde im Distretto di Locarno im Circolo dell'Isole im Kanton Tessin in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Nordufer des Lago Maggiore südwestlich von Ascona an der Grenze zu Italien. Sie besteht aus den Weilern Bassuno, Caccio, Cadogno, Cartogna, Corte, Gadero, Incella, Madonna di Ponte, Nevedone, Noveledo, Piazza, Piodina, Porta, Rossorino und Tecetto sowie den Isole di Brissago. Das Rathaus in der Ortsmitte befindet sich auf einer Höhe von 197 m ü. M., der höchste Weiler, Bassuno liegt 867 m ü. M.

Klima [Bearbeiten]

Es existiert eine Niederschlagsmessstation der MeteoSchweiz in Brissago sie befindet sich 280 m ü. M. an den Hängen der Gemeinde Brissago, in den oberen Ortsteilen. Sie wurde 1887 errichtet und hat seitdem zwei fehlende Monate in der Messreihe. Es ist ein Tagessammler, das heisst, dass die Daten in täglichem Intervall verfügbar sind.


Geschichte [Bearbeiten]

1289 wurde Brissago als Brixago erwähnt. 1578 hatte es 1'675 Einwohner, 1930 1'577 Einwohner, heute 1'899 Einwohner. Die Einwohnerzahl blieb also während Jahrhunderten fast konstant.

In Brissago befindet sich seit dem 19. Jahrhundert eine Zigarrenfabrik, wo unter anderem die Brissago originale genannten Virginiazigarren hergestellt werden. Sie gehört seit 1999 zum Schweizer Tabakwarenkonzern Burger Söhne. Im 2002 dort errichteten Centro Dannemann fand die Schachweltmeisterschaft 2004 zwischen Wladimir Kramnik und Péter Lékó statt.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo entstand im 16. Jahrhundert im Stil der lombardischen Renaissance. Etwa gleichzeitig wurde die Kirche Madonna di Ponte erbaut.
  • Das Oratorio im Ortsteil Porta, erbaut 1996 von Raffaele Cavadini, ein herausragendes Beispiel moderner Architektur im Tessin
  • In Brissago gibt es auch einen Sacro Monte, der aber im Gegensatz zu den „Heiligen Bergen“ im benachbarten Italien nicht zum UNESCO-Welterbe zählt.
  • am Fusse des Gridone befindet sich die Rifugio Al Legn

Brissago-Inseln [Bearbeiten]

Brissago ist vor allem bekannt durch die Brissago-Inseln, auf welchen sich ein botanischer Garten befindet. Durch das milde Klima können ca. 1500 verschiedene Pflanzenarten gedeihen. Darunter befinden sich Palmen, Bambus und Eukalyptus. Der Garten wurde ab dem Jahre 1885 durch die Baronin Antoinette de Saint Léger angelegt und durch den Folgebesitzer der Inseln, den Kaufhausmillionär Max Emden, ab 1927 ausgebaut.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • Ruggero Leoncavallo (1857–1919), neapolitanischer Opernkomponist. Leoncavallo baute 1903 ein Haus in Brissago und wohnte dort. Leoncavallo ist Ehrenbürger von Brissago. Das Städtchen richtete ein Museum mit Hinterlassenschaften Leoncavallos ein. Es finden jährlich Festspiele zu Ehren Leoncavallos in Brissago statt.
  • Nella Martinetti (1946–2011), Sängerin, Komponistin und Texterin von Schlagern und volkstümlicher Musik

Literatur [Bearbeiten]

  • Elfi Rüsch und Annegret Diethelm: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 662: Brissago, Bern 1999, ISBN 3-85782-662-2

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Brissago – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter