Hafengebiet (Neuss)

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Wappen von Neuss
Hafengebiet
Bezirk 03 von Neuss
Lage von Hafengebiet im Stadtgebiet von Neuss
Koordinaten 51° 12′ 33″ N, 6° 42′ 2″ O51.209056.700645Koordinaten: 51° 12′ 33″ N, 6° 42′ 2″ O
Fläche 4,66 km²
Einwohner 167 (30. Jun. 2013)
Bevölkerungsdichte 36 Einwohner/km²
Postleitzahl 41460
Vorwahl 02131
Stadtbezirk Hafengebiet (03)
Verkehrsanbindung
Autobahn A57
Bundesstraße B1
Bus-Linie 842
Quelle: Fahrplanauskunft Stadt Neuss

Der Neusser Hafen ist ein Industriehafen auf der linken Seite des Niederrheins. Er entstand 1835 durch einen Ausbau eines ehemaligen Seitenarms des Flusses.

Die Einfahrt des Hafens hat eine Höhe von 30 m NN. Der Hafen besitzt fünf Hafenbecken. Zum Gewerbegebiet zählen Ölmühlen (u.a. Ölmühle Sels), Containerstationen, die Produktion und Entwicklungsabteilung des Automobilzulieferers Pierburg, die Produktion des Feinkostproduzent Thomy, die Gipsproduktion von Knauf, die Papiertaschentücherproduktion von Tempo und viele weitere Produktionsstandorte verschiedener Firmen. Bis 1997 befand sich hier auch die Landmaschinenproduktion der IHC Neuss. Der Hafen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt Neuss.

Hafengesellschaft[Bearbeiten]

Neusser Hafen

Im August 2003 entstand die Neuss Düsseldorfer Häfen GmbH durch Fusion mit der Düsseldorfer Hafengesellschaft. Zum Unternehmen zählt die Neusser Eisenbahngesellschaft. Durch die Fusion entstand der drittgrößte Binnenhafen Deutschlands. Wichtig ist nicht nur die direkte Produktion, sondern auch das Umladen auf unterschiedliche Verkehrsmittel (Wasser, Schiene und Straße). [1] Seit dem 1. August 2012 hat die RheinCargo GmbH & Co. KG als Zusammenschluss der Neuss Düsseldorfer Häfen GmbH und der Häfen und Güterverkehr Köln AG die operativen Geschäfte übernommen.[2] Durch diesen Zusammenschluss werden die Häfen in Neuss, Düsseldorf und Köln, die zusammen eine Hafenfläche von 720 ha haben, gemeinsam betrieben.

Freizeit[Bearbeiten]

Im Hafengebiet liegt ein Trainingszentrum des Neusser Rudervereins.[3] Dieses soll im Jahr 2015 an den geplanten Insel- und Uferpark an der Hafenmole II umziehen. [4]

Teilweise Umnutzung Hafenbecken 1[Bearbeiten]

Das Hafenbecken 1, welches direkt an die Innenstadt angrenzt, wird immer weniger von der Industrie genutzt. Dort sind mittlerweile ein Kinokomplex, ein Bürogebäude[5] und das Schulforum des Gymnasiums Marienberg. Die Umgestaltung des Hafenkopfes mit einer Treppenanlage[6] und der Bau einer Brücke[7] vom Quirinus-Münster zum Hafenbecken, soll den Freizeitwert des Hafenbeckens 1 erhöhen und ein Zusammenwachsen von Hafengebiet und Innenstadt fördern. In Zukunft ist darüber hinaus ein neuer Komplex mit Wohn- und Eventflächen geplant.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hafen ist Teil des Alltags. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 17. Februar 2011, abgerufen am 24. Dezember 2014 (Bericht im Rahmen der Stadtteilserie über den Neusser Hafen).
  2. RheinCargo - Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 5. Januar 2015.
  3. Übersicht der Bootshäuser des Neusser Rudervereins
  4. Christoph Kleinau: Wassersportler ziehen aufs Case-Gelände. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 25. Januar 2014, abgerufen am 8. Januar 2015.
  5. Kopfgebäude Waterfront. Ingenhoven & Ingenhoven Architekten, abgerufen am 8. Januar 2015.
  6. Ulla Dahmen: So geht’s fast ans Wasser: Treppen am Hafenkopf. Westdeutsche Zeitung, 24. August 2014, abgerufen am 8. Januar 2015.
  7. Ludger Baten: Kopfgebäude-Brücke kommt heute Nacht. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 29. August 2013, abgerufen am 8. Januar 2015.
  8. Ludger Baten: Neusser "Speicherstadt" entsteht. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 22. Januar 2014, abgerufen am 8. Januar 2015.