Nickel(II)-bromid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Nickel(II)-bromid
__ Ni2+     __ Br
Allgemeines
Name Nickel(II)-bromid
Andere Namen
  • Nickeldibromid
  • Nickelbromid
Verhältnisformel NiBr2
CAS-Nummer
  • 13462-88-9
  • 7789-49-3 (Hydrat)
Kurzbeschreibung

gelb-orangefarbener Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 218,501 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,09 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

sublimiert bei 965 °C[2]

Löslichkeit

gut löslich in Waser (567 g·l−1 bei 20 °C)[1] und Ethanol[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i​‐​341​‐​360D​‐​372​‐​334​‐​317Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​410
P: 201​‐​273​‐​280​‐​281​‐​301+310​‐​302+352Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​304+341​‐​308+313​‐​342+311 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Giftig Umweltgefährlich
Giftig Umwelt-
gefährlich
(T) (N)
R- und S-Sätze R: 49​‐​61​‐​42/43​‐​48/23​‐​68​‐​50/53Vorlage:R-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
S: 53​‐​45​‐​60​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Nickel(II)-bromid, NiBr2, ist das Nickel-Salz der Bromwasserstoffsäure. Es bildet gelbbraune, rhomboedrische, hygroskopische, in Wasser und Ethanol gut lösliche Kristalle, die bei 965 °C sublimieren.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Das wasserfreie Nickel(II)-bromid ist ein gelbes bis bronzegelbes stark hygroskopisches Salz. Bei Wasserzutritt geht es in das Trihydrat NiBr2 · 3 H2O über. Es existiert auch ein grünes Hexahydrat, das bei 28,5 °C in das Trihydrat übergeht.[6]

Nickel(II)-bromid

Darstellung und Gewinnung[Bearbeiten]

Nickel(II)-bromid lässt sich durch Einwirkung von Brom auf erhitztes Nickel darstellen.

\mathrm{Ni + Br_2 \longrightarrow NiBr_2}

Verwendung[Bearbeiten]

Nickel(II)-bromid kann zur Herstellung von Nickelverbindungen (z.B. Bis(triphenylphosphin)-nickel(II)-bromid oder Komplexverbindungen wie Hexaamminnickel(II)-bromid) verwendet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Datenblatt Nickel(II)-bromid (PDF) bei Merck, abgerufen am 24. Dezember 2010.
  2. Nickel(II)-bromid auf webelements.com
  3. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 13462-88-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  4. Eintrag zu CAS-Nr. 13462-88-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 15. April 2011 (JavaScript erforderlich).
  5. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6.  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1688.

Weblinks[Bearbeiten]