Norihito Takamado

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Prinz Takamado

Prinz Norihito von Takamado (jap. 高円宮憲仁親王, Takamado-no-miya Norihito-shinnō; * 29. Dezember 1954; † 21. November 2002 in Shinjuku, Tokio) war der dritte Sohn des Prinzen Mikasa (Takahito). Er war ein Cousin des japanischen Kaisers Akihito, Mitglied des Japanischen Kaiserhauses und stand zuletzt bis zu seinem Tod auf Platz sieben der Thronfolge auf den Chrysanthementhron.

Ausbildung[Bearbeiten]

Prinz Takamado studierte Rechtswissenschaften an der juristischen Fakultät der Gakushuin-Universität, die er 1978 abschloss. Von 1978 studierte er in Kanada an der Queens-Universität in Kingston/Ontario. Von 1981 bis 2002 war er in einer Leitungsfunktion der Japan Foundation beschäftigt.

Familie[Bearbeiten]

Prinz Takamado hat sich am 17. September 1984 mit Hisako Tottori, der ältesten Tochter von Shigejirō Tottori verlobt (納采の儀, nōsai no gi). Sie heirateten am 6. Dezember 1984 und haben drei Töchter:

  • Prinzessin Tsuguko (承子女王, Tsuguko-joō; * 8. März 1986)
  • Prinzessin Noriko (典子女王, Noriko-joō; * 22. Juli 1988)
  • Prinzessin Ayako (絢子女王, Ayako-joō; * 15. September 1990)

Tsuguko studierte Soziologie in Schottland an der Universität Edinburgh, Noriko Klinische Psychologie an der Gakushuin-Universität und Ayako Wohlfahrt an der Internationalen Jōsai-Universität.

Prinz Takamado war Präsident und Ehrenpräsident mehrerer Organisationen vor allem im Bereich von Musik, Tanz, internationaler Austausch und Sport. Er war häufig auf Auslandsreisen, um Japan in verschiedenen Funktionen zu vertreten.

Letzte Funktionen[Bearbeiten]

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Einer seiner letzten offiziellen Besuche führte ihn von Mai bis Juni 2002 nach Südkorea. Hier war er von der koreanischen Regierung zur Eröffnungszeremonie der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 Korea-Japan eingeladen worden. Obwohl an den Eröffnungszeremonien normalerweise die Staatsoberhäupter teilnehmen, hatten die Organisatoren befürchtet, dass die Gegenwart des japanischen Kaisers selbst in Korea für Unruhen sorgen würde. Dieser offizielle Besuch des Prinzen war der erste offizielle Besuch eines Mitgliedes des Japanischen Kaiserhauses nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Paar bereiste ausführlich Korea, traf sich mit Präsident Kim Dae-jung und zahlreichen Koreanern und legte einen Kranz am Mahnmal für die Opfer der japanischen Angriffe nieder.

Am 21. November 2002 brach der Prinz während eines Squash-Spiels mit dem kanadischen Botschafter Robert G. Wright an der kanadischen Botschaft in Tokio plötzlich zusammen und wurde in das Keiō-Universitätskrankenhaus gebracht, wo er an Kammerflimmern verstarb.

Der Prinz war Ehrenmitglied von A.V. Edo-Rhenania Tokio, einer katholischen Studentenvereinigung, die mit dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen zusammengeschlossen ist.

Das offizielle Begräbnis des Prinzen fand auf dem Friedhof Toshimagaoka im Norden Tokios statt.

Weblinks[Bearbeiten]