Notizbuch

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gebundenes Notizbuch

Ein Notizbuch ist ein Buch mit unbeschriebenen Seiten, das der Sammlung von Einfällen, Bemerkungen und Notizen aller Art dient.

Beschreibung[Bearbeiten]

Notizbücher gibt es in vielen Spielarten, als Ringbuch, mit Klebebindung, geheftet, gebunden oder als Loseblattsammlung mit Klemmvorrichtung, liniert, kariert oder gänzlich weiß, je nach Zweck und Vorlieben. Zwei besonders bekannte Formen des Notizbuches sind das Moleskine und das CIAK, die oft mit Literaten und Künstlern assoziiert werden und einem gewissen Objektkult unterliegen.

Das Notizbuch kann in Form eines einfachen Heftes zu einem bestimmten Zweck geführt werden. So sind in der Schule besondere Hefte gebräuchlich, die dem Notieren der Hausaufgaben dienen. Das Notizbuch unterscheidet sich vom Tagebuch insofern, als es in der Regel sachliche Notizen aufnimmt, bei denen Chronologie und persönliches Erleben eine unwesentliche Rolle spielen. Es unterscheidet sich vom Journal, indem die Notizen nicht thematisch gebunden sind.

Notizbuch Leonardo da Vincis (Codex Forster III) im Originaleinband.

Vielen schöpferisch tätigen Menschen gilt das Notizbuch als unentbehrliches Hilfsmittel der geistigen Arbeit. Von Leonardo da Vinci (1452–1519) wird berichtet, dass er ein solches Buch stets an seinem Gürtel trug.[1] Bruce Chatwin (1940–1989) wird dahingehend zitiert, dass das Verlieren seines Reisepasses eine Trivialität sei gegenüber dem katastrophalen Verlust seiner Notizbücher: „To lose a passport was the least of one’s worries: to lose a notebook was a catastrophe.“[2]

Im Rahmen des Kreativen Schreibens wird das Notizbuch empfohlen, um jederzeit eine Inspiration notieren zu können, bevor der für den Schreibprozess so wichtige Schreibimpuls verloren gehen könne. Roger von Oech (der Gründer von Creative Think) erzählt in seinem Buch „Der kreative Kick“ von einem Fall, in dem sogar unter der Dusche ein Blatt Klarsichtfolie mittels Fettstiften als Fläche für Notizen benutzt wurde.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

In der Literatur[Bearbeiten]

Notizbuch ist durch Doris Lessing als ein literarisches Genre genutzt worden, zuerst in ihrem bekanntesten Buch, Das Goldene Notizbuch (1962). Als Bestandteil der hybriden Form ihres letzten Werks, Alfred und Emily (2008) kehrt das Notizbuch wieder.[4]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Notizbücher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Notizbuch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stefan Klein: Da Vincis Vermächtnis. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-596-17880-3, S. 11–13.
  2. Bruce Chatwin: The Songlines, Penguin Books, Neuauflage 1988, ISBN 0-14-009429-6, S. 160.
  3. Roger von Oech: Der kreative Kick. Junfermann, Paderborn 1994, ISBN 3-87387-098-3.
  4. Virginia Tiger: „Life Story: Doris, Alfred and Emily“, in: Doris Lessing Studies, Vol. 28, No. 1, 2009, S. 22–24.