Ober-Hambach

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49.6672222222228.6861111111111323Koordinaten: 49° 40′ 2″ N, 8° 41′ 10″ O

Ober-Hambach
Wappen von Ober-Hambach
Höhe: 323 m
Einwohner: 89 (1829)[1]
Eingemeindung: 1834
Eingemeindet nach: Hambach
Postleitzahl: 64646
Vorwahl: 06252
Die Odenwaldschule in Ober-Hambach

Die Odenwaldschule in Ober-Hambach

Ober-Hambach ist ein Stadtteil von Heppenheim (Bergstraße) im Kreis Bergstraße, Hessen und gehört zu dessen Ortsbezirk Hambach.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt etwa zwei Kilometer oberhalb von Unter-Hambach. Die kleine Gemarkung von Ober-Hambach liegt, vom Unter-Hambacher Wald umgeben, als Rodungsinsel am Oberlauf des Hambachs im Vorderen Odenwald.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Hambachs

Ober-Hambach ist vermutlich im 10. Jahrhundert entstanden. Die erste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung als Heimbach weist in die Zeit um 1200. Obernheimbach ist für das Jahr 1487 dokumentiert. Um die Wasserkraft des Hambachs zu nutzen, wurden zwölf Mühlen errichtet.

Bis 1829 wurden Ober-Hambach und Nieder-Hambach hinsichtlich der Einwohnerzahlen statistisch getrennt erfasst. Im Jahr 1834 ist erstmals eine Einwohnerzahl der Gemeinde Hambach dokumentiert. Daraus kann geschlossen werden, dass beide Gemeinden spätestens damals verwaltungsmäßig zusammengeschlossen wurden, allerdings bis auf den heutigen Tag unter Beibehaltung eigenständiger Gemarkungen. Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen entschied sich die Gemeinde Hambach zu einer Eingliederung in die Stadt Heppenheim noch vor Jahresende 1971, dessen Stadtteil Ober-Hambach seitdem ist.

Im April 1910 wurde im Ort von Paul Geheeb und seiner Frau Edith die reformpädagogisch orientierte Odenwaldschule gegründet.

Kultur[Bearbeiten]

Bis in die 1970er Jahre stand am Ortseingang von Ober-Hambach eine Marienkapelle. Sie war baufällig geworden und musste abgerissen werden. Um die Tradition eines solchen kleinen Ortes der Besinnung und des Gebetes fortzusetzen, wurde ein Kapellchenverein gegründet, der im Oberdorf ein Grundstück für 99 Jahre auf Erbbaupacht erhielt. Im März 2004 erfolgte die Grundsteinlegung und am 1. September das Richtfest. Die Glasfenster wurden von dem Künstler William Keaton entworfen und verwirklicht. Dargestellt werden Elemente aus der unmittelbaren Umgebung des Kapellchens: Das Holz für den Wald, das Wasser des Baches, die Früchte und die Vögel und über der Madonna in dem runden Fenster eine Rose. Denn das Hambachtal nennt man auch „Tal der Rosen“. Das Eingangstor mit den zwei Kreuzen und dem angedeuteten Bachlauf wurde entworfen und geschmiedet von Schülern in den Lehrwerkstätten der Odenwaldschule. Eine Mutter Gottes-Statue aus dem Besitz der Kirchengemeinde Sankt Michael fand hier bei der Weihe am 1. Mai 2005 ein neues Zuhause. Am 5. Mai 2007 besuchte Bischof Karl Lehmann das Kapellchen. Der Kardinal holte den Segen nach, den er zur Einweihung durch ein Grußwort nur schriftlich übermitteln konnte. Das Kapellchen zieht im Jahresablauf viele Festveranstaltungen und Feierlichkeiten an und wurde so zum Mittelpunkt des Dorflebens.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Ober-Hambach, Landkreis Bergstraße“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 21. Oktober 2013.
  2. Katholische Kirchengemeinde St. Michael: Das Marienkapellchen in Oberhambach

Weblinks[Bearbeiten]