Oberländischer Kanal

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Der Oberländische Kanal, auch Kanal Elbing-Osterode genannt, befindet sich in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine polnische Bezeichnung lautet Kanał Elbląski.

Geneigte Ebene von unten gesehen

Er wurde von 1844 bis 1858 vom königlich preußischen Baurat Georg Steenke aus Königsberg (Preußen) erbaut. 1833 hatte Steenke schon den Seckenburger Kanal in der Memelniederung erbaut.

Dieser Kanal überwindet insgesamt 99 Meter Höhenunterschied und verbindet mehrere Seen wie den Geserichsee und Städte in Ostpreußen von Iława (Eylau) über Ostróda (Osterode) bis Elbląg (Elbing) zum Frischen Haff. Neben herkömmlichen Hebewerken mit Schleusen dienen zur Überwindung von Höhenunterschieden fünf Geneigte Ebenen. Hier werden die Schiffe auf einen Schienenwagen verladen und mittels einer Standseilbahn bzw. eines Schrägaufzuges zum nächsten Gewässer weiterbefördert. Der Antrieb erfolgt nur durch Wasserkraft, über Wasserräder, Drahtseile und eine Turbine.

Der Oberländische Kanal war eine sehr wichtige wirtschaftliche Verbesserung des Transportes von Holz aus der Region, erlebte jedoch schon bald durch den Bau von Eisenbahnstrecken einen Rückgang in seiner Bedeutung. Der Kanal erlangte jedoch bereits frühzeitig ob seiner technischen Besonderheiten und der idyllischen Landschaft als Ausflugsziel Bekanntheit.

Heute wird die originale Kanalanlage immer noch fahrplanmäßig von Ausflugsschiffen befahren, insbesondere die geneigten Ebenen sind eine Touristen-Attraktion. Die Kanal-Touren sind über Winter bis 1. Mai geschlossen.

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54.02444444444419.597777777778Koordinaten: 54° 1′ 28″ N, 19° 35′ 52″ O

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