Objekt-Subjekt-Verb

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In der Sprachtypologie sind OSV-Sprachen (Objekt Subjekt Verb) diejenigen Sprachen, in denen Objekt, Subjekt und Verb im Normalfall in dieser Reihenfolge auftreten.

Die Sequenz OSV als Grundwortstellung ist äußerst rar. Ein Beispiel einer Sprache, die sie nutzt, ist Xavante. Man findet sie auch in einigen anderen Sprachen in Brasilien, inklusive Jamamadi, Apurinã, Kayabí und Nadëb.

Sequenzen der Form OSV treten in gewissen einzelnen Konstruktionen in manchen Sprachen auf, ohne dabei aber eine Grundwortstellung zu sein (sodass sie für eine Sprachtypologie nicht relevant sind). Eine OSV-Abfolge kann im Englischen als Folge einer Topikalisierung entstehen, „I hate oranges, but apples I'll eat!“. OSV gibt es auch in der Amerikanischen Gebärdensprache. OSV ist auch die Sequenz im Passiv des Chinesischen.

  • 那橘子被我吃掉了nà júzi bèi wǒ chīdiào le ‚Die Mandarine wird von mir gegessen.‘ – wörtlich: Die Mandarine von mir wird gegessen.
    • 橘子júzi ‚Mandarine‘, ‚Ich, mich‘ gilt als Subjekt im Chinesischen, chī ‚essen, gegessen haben‘.

OSV als Grundwortstellung gibt es in einigen Plansprachen, wie z. B. Teonaht, da die Sequenz oft von Spracherfindern wegen ihrer Exotik gewählt wird. Die Star-Wars-Figur Yoda spricht in einer abgewandelten Form der Sequenz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]