Subjekt-Objekt-Verb

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In der linguistischen Typologie sind SOV-Sprachen (Subjekt-Objekt-Verb) diejenigen Sprachen, in denen standardmäßig Subjekt, Objekt und Verb in dieser Reihenfolge in der Satzstellung auftreten. Im Deutschen tritt SOV in Nebensätzen auf („Als Peter den Apfel aß, …“).

Unter natürlichen Sprachen ist SOV der häufigste Typ,[1] darunter Türkisch, Japanisch, Koreanisch, Mongolisch, Persisch, Latein, Quechua, Birmanisch und ein Großteil der indischen Sprachen, unabhängig von deren Sprachfamilie. SOV ist die häufigste Form bei agglutinierenden Sprachen.

SOV-Sprachen setzen in den meisten Fällen Adjektive vor das Nomen, benutzen Postpositionen eher als Präpositionen, setzen Relativsätze vor das Substantiv, auf das sie sich beziehen, und setzen Hilfsverben hinter das Tätigkeitsverb. Einige besitzen auch nachgestellte Partikeln, um Subjekt und Objekt zu markieren, unter anderem Japanisch und Koreanisch.

Latein als flektierende Sprache hat wie viele andere flektierende Sprachen eine sehr flexible Satzstellung, die üblichste war jedoch SOV. Ein Beispiel ist der Satz „servus puellam amat“, übersetzt „Der Sklave liebt das Mädchen“. In diesem Satz ist servus das Subjekt, puellam das Objekt und amat das Verb.

Quellen[Bearbeiten]

  1. The World Atlas of Language Structures ONLINE (WALS), Kap.81