Olivier de la Marche

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Olivier de la Marche

Olivier de la Marche (* um 1425 in Burgund; † 1502 in Brüssel) war ein aus Burgund stammender Schriftsteller und Generalmünzmeister von Geldern.

Leben[Bearbeiten]

La Marche entstammte einer Adelsfamilie, die schon lange im Dienst der Herzöge von Burgund gestanden hatte. La Marche wurde Page am Hof Herzog Philipp III. des Guten von Burgund und diente treu dessen Sohn und Nachfolger, Herzog Karl der Kühne, als Sekretär und Gesandter. Nachdem dieser 1477 in Nancy gefallen war (wo auch La Marche in Kriegsgefangenschaft geriet), diente er Karls Tochter Maria von Burgund und ihrem Gatten, dem Erzherzog und späteren Kaiser Maximilian I. von Habsburg; 1480 wurde er mit der Erziehung Philipps des Schönen beauftragt. La Marche schrieb Lobgedichte auf seine Gönner, einen Bericht über ihre Herrschaft und eine Beschreibung des Ordens vom Goldenen Vlies. Am bedeutendsten sind seine „Mémoires“ über die Jahre 1435 bis 1488; sie sind noch heute eine wichtige Quelle zur burgundischen Geschichte, auch wenn sie nie das kritische Niveau von La Marches Zeitgenossen Philippe de Commynes erreichten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olivier de La Marche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Zingel: Frankreich, das Reich und Burgund im Urteil burgundischen Historiographie des 15. Jahrhunderts (Vorträge und Forschungen, Sonderband 40) Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-6700-3, S. 195-222.
  • Françoise Vielliard: La Marche, Olivier de. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 5, Artemis & Winkler, München/Zürich 1991, ISBN 3-7608-8905-0, Sp. 1622–1623.