Optina-Kloster

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Das Kloster mit dem Fluss Schisdra im 19. Jahrhundert

Das Optina-Kloster (russisch Оптина пустынь) ist ein russisch-orthodoxes Kloster bei der Stadt Koselsk in der Oblast Kaluga. Das Kloster hat eine Reihe bekannter Starzen hervorgebracht und dadurch in der russischen Kulturgeschichte eine bedeutende Rolle gespielt.

Lage und Gebäude[Bearbeiten]

Die Hauptkirche

Das Kloster liegt etwa drei Kilometer nordöstlich von Koselsk am östlichen Ufer der Schisdra. Die Klosteranlage befindet sich innerhalb eines fast quadratischen Areals, das mit einer Mauer umgeben ist.

Derzeit befinden sich am Areal des Klosters und der dazugehörigen Einsiedelei acht Kirchen. Die Hauptkirche ist die Wwedenski-Kathedrale. Sie wurde von 1750 bis 1771 errichtet und trägt mehrere zwiebelgekrönte Türme. Weitere Kirchen sind etwa die Kirche zur Ehre der Ikone der Gottesmutter von Kasan, die Kirche zur Ehre der Ikone der Gottesmutter von Wladimir und die Kirche zu Ehren des Heiligen Hilarion von Gaza. Erst 2007 wurde die Kirche zu Ehren der Verklärung des Herrn errichtet.

Etwa 200 Meter östlich der Hauptanlage liegt im Wald die Einsiedelei (Skyte). In der Mitte der Einsiedelei liegt die Kirche zu Ehren von Johannes dem Täufer. Die Einsiedelei diente dem Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski auch als Vorlage in seinem Roman Die Brüder Karamasow.

Der Glockenturm

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Klosters reicht zumindest bis in das 16. Jahrhundert zurück, bis zum Ende des 18. Jahrhunderts litt das Kloster aber unter Verfallserscheinungen, auch aufgrund einer klosterfeindlichen Politik von Kaiserin Katharina II. Metropolit Platon von Moskau und sein Nachfolger Paisius bemühten sich um eine Erneuerung und Belebung des Klosters. Bereits im frühen 19. Jahrhundert hatte das Kloster eine führende Stellung in der russisch-orthodoxen Kirche inne, einerseits aufgrund der Publikation von spirituellen Texten, andererseits aufgrund der geistlichen Väter. Der Einfluss des Klosters führte unter anderem zu einer weiteren Verbreitung des Jesusgebets im Volk, was unter anderem in den Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers seinen Niederschlag fand.

Infolge der russischen Revolution von 1917 wurde das Kloster im Jänner 1918 offiziell aufgelöst, konnte aber noch einige Zeit als landwirtschaftliche Genossenschaft weiter betrieben werden. Im Laufe der Zeit verschwanden viele der Mönche aus dem Kloster und starben zum Teil eines gewaltsamen Todes, einige Mönche nahmen weiterhin trotz großer Gefahr ihre Funktion als geistliche Väter war. 1987 konnte das Kloster wieder eröffnet werden.

Starzen der Optina Pustyn[Bearbeiten]

Der Starez Makari Iwanow
  • Lew Nagolkin (1768–1841)
  • Makari Iwanow (1788–1860)
  • Moise Putilow (1782–1862)
  • Antoni Putilow (1795–1865)
  • Ilarion Ponomarew (1805–1873)
  • Amwrosi Grenkow (1812–1891)
  • Anatoli Serzalow (1824–1894)
  • Isaaki Antimonow (1810–1894)
  • Iosif Litowkin (1837–1911)
  • Warsonofi Plichankow (1845–1913)
  • Anatoli Potapow (1855–1922)
  • Nektari Optinski (1853–1928)
  • Nikon Beljaew (1888–1931)
  • Isaak Borbakow (1865–1938)
  • Ili Nosdrin (*1932), geistlicher Vater des Moskauer Patriarchen Kyrill I.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Optina Pustyn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Схиигумен Илий (Ноздрин Алексей Афанасьевич); abgerufen am 20. März 2011.

54.05333333333335.8325Koordinaten: 54° 3′ 12″ N, 35° 49′ 57″ O