Oskar Höcker (Schauspieler, 1840)

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Oskar Höcker (* 13. Juni 1840 in Eilenburg; † 8. April 1894 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Oskar Höcker wurde, wie sein Bruder Gustav Höcker, in einer Vorstadt Eilenburgs geboren. Seine höhere Schulbildung erhielt er in Chemnitz.

Mit 19 Jahren wurde er Schüler des Königlich-Sächsischen Hofschauspielers Porth in Dresden. Die Stationen seiner Bühnenlaufbahn waren unter anderem: Bremen, Rostock, Reichenberg, Stettin, Meiningen und von 1866 bis 1882 auch das Hoftheater Karlsruhe. Dort hielt er ständig Kontakt zu seinem Bruder. Von 1883 an stand er in Berlin auf allen großen Bühnen.

Seit seinem 25. Lebensjahr übte er seinen Doppelberuf als Schauspieler und Jugendschriftsteller aus. Mit dem bekannten Leipziger Verleger Arnold Hirt begann er ab 1870 sein eigentliches schriftstellerisches Werk. In den von ihm verfassten kunstgeschichtlichen Erzählungen bringt er den jugendlichen Lesern in mehreren Bänden die Geschichte der christlichen Kirche und der Kulturgeschichte Deutschlands nahe. Auf der Höhe seines schauspielerischen und schriftstellerischen Erfolgs verstarb Höcker am 8. April 1894 in Berlin im Alter von 53 Jahren an schwerem Nervenleiden.

Sein Sohn Paul Oskar Höcker war ebenfalls Schriftsteller.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Soldatenleben im Kriege. Eine Erzählung aus Deutschlands jüngster Vergangenheit. Schmidt u. Spring, Stuttgart 1871
  • Aus Moltkes Leben. Unterm Halbmonde. Historische Erzählung aus der Zeit der Wanderjahre eines deutschen Kriegshelden während seines Aufenthaltes im Osmanischen Reiche. Spamer, Leipzig 1873
  • General von Werder, der Vertheidiger Süddeutschlands. Velhagen u. Klasing, Bielefeld u.a. 1874
  • Du sollst Deinen Bruder nicht hassen in Deinem Herzen! (3. Mos. 19, 17.). Eine schwedische Dorfgeschichte, der reiferen Jugend erzählt. Schmidt u Spring, Stuttgart 1874
  • Die Rache ist mein! (5. Mos. 32, 35.). Eine Geschichte aus unserer Zeit, den Jungen und Alten erzählt. Schmidt u. Spring, Stuttgart 1875.
  • Die Lüge ist ein häßlicher Schandfleck (Sir. 20, 26). Eine lehrreiche Erzählung für Knaben und Mädchen. Schmidt u. Spring, Stuttgart 1878.
  • Der Marschall Vorwärts und sein getreuer Piepenmeister. Historische Erzählung aus der Zeit der deutschen Befreiungkriege. Spamer, Leipzig 1880.
  • Elternlos. Erzählung für die Jugend, 1880.
  • Dämonen im Bauernhof. Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte der reiferen Jugend und dem Volke erzählt. Bagel, Düsseldorf 1882.
  • Jesus, meine Zuversicht! Erzählung aus der Zeit des großen Kurfürsten. Bagel, Düsseldorf 1883.
  • Schulstube und Schlachtfeld. Eine Erzählung für die Jugend. Bagel, Düsseldorf 1883.
  • Preußens Heer - Preußens Ehr! Militär- und kulturgeschichtliche Bilder aus drei Jahrhunderten. Hirt, Leipzig 1883.
  • William Shakespeare und Altengland. Kulturhistorische Erzählung aus der Regierungszeit Elisabeths. Ebhardt, Berlin 1884.
  • Unter dem Joche der Cäsaren. Kulturgeschichtliche Erzählung aus der Zeit des Kaisers Hadrian und den Tagen des Verfalls Judäa’s. Hirt, Leipzig 1884
  • Bilder aus dem Städteleben Augsburgs und Nürnbergs. Wigand, Leipzig 1884.
  • Merksteine deutschen Bürgertums. Kulturgeschichtliche Bilder aus dem Mittelalter. Hirt, Leipzig 1886.
  • Der Storchenbauer. Eine Dorfgeschichte aus dem badischen Schwarzwald für die Jugend. Schmidt u. Spring, Stuttgart u.a. 1886.
  • Ein deutscher Apostel. Hirt, Leipzig 1887.
  • Kaiser Friedrich als Prinz, Feldherr und Herrscher. Leo, Berlin 1888.
  • Fürs Vaterland! Eine Geschichte aus Deutschlands größten Tagen. Schmidt u. Spring, Stuttgart 1888.
  • Die Turmkäte von Köln. Erzählung aus dem rheinischen Kaufmannsleben im 16. Jahrhundert. Mehring, Berlin 1888.
  • Spare in der Zeit, so hast Du in der Not. Eine Erzählung aus dem oberschlesischen Volksleben. Woywod, Breslau 1891.
  • Das Kind des Seiltänzers. Eine Erzählung für die liebe Jugend. Schmidt u. Spring, Stuttgart 1893.

Neuausgaben:

  • Robinson Crusoe. Nach der Defoe'schen Erzählung. Nachdr. der 5. Aufl. (9.-13. Tsd.) Berlin, Meidinger 1895. Melchior-Verl., Wolfenbüttel 2007. ISBN 978-3-939791-14-0

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]