Otto Bayer

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Otto Bayer (* 4. November 1902 in Frankfurt am Main; † 1. August 1982 in Burscheid) war ein deutscher Chemiker, der wesentliche Beiträge zur chemischen Technologie in Deutschland leistete.

Er studierte Chemie und wurde 1924 an der Universität Frankfurt am Main bei Julius von Braun promoviert.[1] 1937 entdeckte er die Polyaddition für die Polyurethansynthese und später einen Weg zur Direktsynthese von Acrylnitril für die Produktion der Polyacrylnitrilfaser.

Ab 1933 war er in verschiedenen Leitungsfunktionen in Einrichtungen, im Vorstand und dann im Aufsichtsrat der Bayer AG, Leverkusen tätig. Otto Bayer ist nicht mit Friedrich Bayer, dem Gründer der Bayer AG, verwandt.

Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der technischen Polymersynthese und für die Entwicklung neuer technischer Werkstoffe (Polyurethane) erhielt er zusammen mit Walter Reppe und Karl Ziegler 1960 den Werner-von-Siemens-Ring.

In seinem Testament verfügte Otto Bayer die Gründung der Otto-Bayer-Stiftung, die seit 1984 regelmäßig den Otto-Bayer-Preis verleiht. Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V Alania Bonn.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Louis Fieser, Mary Fieser: Organische Chemie. 2. Auflage. Verlag Chemie, Weinheim 1972, ISBN 3-527-25075-1, S. 1735.
  2. manager-magazin 6/1975, S. 75–77.