Parlamentarische Gruppe Frei fließende Flüsse

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Die Parlamentarische Gruppe Frei fließende Flüsse, PG FfF wurde im Juli 2007 von den Bundestagsabgeordneten Brunhilde Irber (SPD), Horst Meierhofer (FDP), Eva Bulling-Schröter (Die Linke) und Anton Hofreiter (Bündnis 90 / Die Grünen) gegründet. Ziel der Gruppe ist der Schutz der letzten noch erhaltenen großen deutschen Flussläufe und Flusslandschaften vor Zerstörung durch Kanalisierung und Verbauung. Als besonders gefährdet durch Flussbaumaßnahmen gelten die niederbayerische Donau zwischen Straubing und Vilshofen mit dem Isarmündungsgebiet, die Elbe, die Saale sowie die Oder im Bereich des deutsch-polnischen Auen-Nationalparks Unteres Odertal.

Auf der konstituierenden Sitzung der Gruppe Frei fließende Flüsse in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin wurden die Gründungsmitglieder als gleichberechtigter Vorstand im Amt bestätigt. Zur ersten Vorsitzenden wurde Brunhilde Irber gewählt. Nach der Landtagswahl in Bayern 2008 tritt MdB Josef Göppel (CSU) als einziger Vertreter der CDU/CSU-Fraktion der Parlamentarischen Gruppe bei und wird in den Vorstand aufgenommen. Damit sind in der Gruppe alle Fraktionen des Deutschen Bundestages vertreten. Jede Fraktion stellt ein Vorstandsmitglied. Die Parlamentarische Gruppe Frei fließende Flüsse verfügt über einen eigenen Referenten für die Koordination und Umsetzung von Gemeinschaftsprojekten.

Der Parlamentarischen Gruppe gehören in der 17. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages 41 Abgeordnete als ordentliche Mitglieder an. Neben den Mitgliedern gibt es über 90 eingetragene Vereine, Verbände und Einzelpersonen die als Gäste die Arbeit der Parlamentarischen Gruppe Frei fließende Flüsse unterstützen.

Ziele:

  • Schutz der Flüsse vor weiterer Anstauung, Kanalisierung und Verbauung
  • Schutz der Auwälder und Flusslandschaften sowie deren Tier und Pflanzenwelt als wertvollen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt
  • Unterstützung der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie WRRL für einen ökologisch und chemisch guten Zustand der Flüsse und Gewässer
  • Umfassender ökologischer Hochwasserschutz, der Raum für eine naturnahe Flussdynamik lässt
  • Größtmögliche Durchgängigkeit für wandernde Fischarten und Wassertiere und eine verantwortungsvolle und schonende Nutzung der Fischbestände
  • Freie und unverbaute Zugänglichkeit der Flüsse und sanften Tourismus und Erholung
  • Förderung einer flussangepassten Binnenschifffahrt
  • Nachhaltiger und schonender Umgang mit der Ressource Wasser
  • Gesunde, lebenswerte Umwelt und intakte Heimat

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