Paul Stalteri

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Paul Stalteri

Paul Stalteri 2008

Spielerinformationen
Geburtstag 18. Oktober 1977
Geburtsort EtobicokeKanada
Größe 175 cm
Position Abwehr / Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1992–1995
1995–1996
Malton Bullets
Clemson University
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1997
1997–2005
2005–2008
2008
2009–2011
Toronto Lynx
Werder Bremen
Tottenham Hotspur
FC Fulham (Leihe)
Borussia M'gladbach
16 (7)
151 (6)
42 (2)
13 (0)
19 (0)
Nationalmannschaft
1992–1993
1996–1997
1998–2000
1997–2010
Kanada U-17
Kanada U-20
Kanada U-23
Kanada
8 (1)
9 (0)
5 (2)
84 (7)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Paul Stalteri (* 18. Oktober 1977 in Etobicoke, Toronto) ist ein ehemaliger kanadischer Fußballspieler und Rekordnationalspieler seines Landes. Er war in 30 Spielen der Nationalmannschaft zwischen 2007 und 2010 Spielführer und ist der einzige Kanadier, der deutscher Fußballmeister wurde.

Familie[Bearbeiten]

Paul Stalteri wurde 1978 als Sohn einer guayanischen Mutter und eines italienischen Vaters geboren.[1] Obwohl Eishockey in Kanada populärer als Fußball war, hatte sich Stalteri ganz dem Fußball beschrieben, weil eine Fußball-Ausrüstung preisgünstiger war.[2]

Verein[Bearbeiten]

Stalteri stand seit der Saison 1997/98 in Diensten des SV Werder Bremen; bis 2000 im Regionalligateam, anschließend in der Bundesligamannschaft. Zuvor hatte er in Kanada bei Toronto Lynx und bei den Malton Bullets gespielt.

Zu den größten Erfolgen des kanadischen Nationalspielers zählt die Deutsche Meisterschaft 2004 und der Gewinn des DFB-Pokals im gleichen Jahr mit dem SV Werder.

Nach acht Jahren verließ Stalteri am Ende der Saison 2004/05 Werder und wechselte nach 151 Bundesliga-Spielen (sechs Tore) in die englische Premier League zu Tottenham Hotspur. Dort war er in seinem ersten Jahr Stammspieler und absolvierte 33 Ligapartien. Sein Debüt gab Stalteri dabei am 1. Spieltag, dem 13. August 2005, gegen den FC Portsmouth. In den folgenden beiden Spielzeiten kam er nur noch unregelmäßig zu Einsätzen. Zur Winterpause der Saison 2007/08 wurde er für ein halbes Jahr an den Ligarivalen FC Fulham ausgeliehen.

Am 21. Dezember 2008 löste Stalteri mit Tottenham den laufenden Vertrag vorzeitig auf, um ablösefrei zu Borussia Mönchengladbach zu wechseln.[3] In der Saison 2009/10 kam Stalteri 19-mal zum Einsatz, wurde aber am Ende der Saison nicht mehr eingesetzt. Unter dem neuen Trainer Lucien Favre wurde Stalteri ebenfalls nicht mehr berücksichtigt, sodass er die Borussia zum Ende der Saison 2010/11 verließ.[4] Nach fast zwei Jahren ohne Verein, in denen er mit mehreren Verletzungen zu kämpfen hatte, beendete Stalteri seine aktive Fußballkarriere im Frühjahr 2013.[5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Stalteri gehört bereits seit der U-17 regelmäßig zum Aufgebot kanadischer Auswahlteams. 1993 war er Stammspieler bei der U-17-Weltmeisterschaft, als das kanadische Team mit 0:18-Toren aus drei Spielen ausschied. Vier Jahre später zog er mit der kanadischen U-20-Auswahl bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1997 in Malaysia in das Achtelfinale ein, wo man dem Nachwuchs Spaniens mit 0:2 unterlag.

Kurze Zeit nach diesem Turnier bestritt Stalteri am 17. August 1997 gegen den Iran sein erstes Länderspiel in der kanadischen A-Nationalmannschaft. In den folgenden Jahren entwickelte er sich zu einem festen Bestandteil der kanadischen Nationalelf und feierte mit dem Gewinn des CONCACAF Gold Cups 2000 seinen größten Erfolg mit dem Nationalteam. 2001 nahm er am Konföderationen-Pokal in Japan und Südkorea teil, dort gelang im Turnierverlauf ein torloses Unentschieden gegen Brasilien.

In der Folge kamen weitere Teilnahmen am CONCACAF Gold Cup in den Jahren 2002, 2003, 2007 und 2009 hinzu, 2002 und 2007 schaffte das Team jeweils den Einzug ins Halbfinale. Seit Juni 2007 führt er das Nationalteam als Kapitän an. Am 7. September 2010 überbot er mit seinem 83. Länderspiel den Rekord von Randy Samuel und ist seitdem Rekordnationalspieler Kanadas. Für den Gold Cup 2011 wurde er aber nicht berücksichtigt. Sein bisher letztes Länderspiel machte er am 8. Oktober 2010 beim 2:2 gegen die Ukraine.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Deutscher Meister: 2004
  • DFB-Pokalsieger: 2004
  • Gold Cup-Gewinner: 2000
  • CONCACAF-Meister der U-19: 1996

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul Stalteri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stalteri goes to a Big League. 14. November 2004, archiviert vom Original am 27. Dezember 2008, abgerufen am 26. September 2013.
  2. MaxUnknown: Interview: 90 Minuten mit Paul Stalteri. worum.org blog, 16. April 2013, abgerufen am 1. September 2013.
  3. Borussia holt Stalteri zurück in die Bundesliga vom 22. Dezember 2008 auf borussia.de
  4. Drei Abgänge bei Borussia, fohlen-hautnah.de vom 19. Mai 2011 (abgerufen am 26. Mai 2011)
  5. Stalteri beendet Karriere, weser-kurier.de vom 23. März 2013