Pekinger Konvention
Die Pekinger Konvention vom 18. Oktober 1860 stellt eine Ergänzung des Vertrags von Tianjin dar, mit der die ausländischen Fremdmächte dem im Zweiten Opiumkrieg endgültig unterlegenen China weitere Lasten aufbürdeten. Die Pekinger Konvention zählt zu den ungleichen Verträgen, die die Kolonialmächte China aufzwangen.
So verpflichtete sich China, zusätzlich auch den Hafen von Tianjin selbst für den Überseehandel zu öffnen sowie den ausländischen Flotten freien Verkehr auf dem chinesischen Flussnetz und seinen eigenen Bürgern die Auswanderung auf britischen Schiffen zu gestatten. Außerdem waren eine „Wiedergutmachungsleistung“ von weiteren 16 Mio. Liang sowie eine generelle Zollbefreiung für Textilimporte vorgesehen. Schließlich wurden weitere Teile der äußeren Mandschurei an Russland und das bisher nur verpachtete Kowloon an die britische Kronkolonie Hongkong abgetreten.
Literatur [Bearbeiten]
- Jonathan D. Spence: Chinas Weg in die Moderne (= dtv 30795). Aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2001, ISBN 3-423-30795-1.