Peter Vitus von Quosdanovich

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Peter Vitus Freiherr von Quosdanovich (kroatisch Petar Vid barun Gvozdanović) (* 12. Juni 1738 in Weiler Pavlanci bei der Ortschaft Brezovac Žumberački im Žumberak-Gebirge (Sichelburg), Kroatien; † 13. August 1802 in Wien, Oesterreich) war ein kroatischer Adliger und österreichischer Offizier, zum Schluss im Rang eines Feldmarschallleutnants.

Peter Vitus Freiherr von Quosdanovich

Leben[Bearbeiten]

Quosdanovich wurde als Sohn des kroatischen Leutnants Petar Gvozdanović (Quosdanovich) und dessen Frau Magdalena Gvozdanović geb. Milaković im Weiler Pavlanci bei der Ortschaft Brezovac Žumberački im Žumberak-Gebirge, südwestlich der Hauptstadt Zagreb, geboren. Er hatte drei Brüder, Pavao/Paul, Mihajlo/Michael und Danijel/Daniel. 1764 heiratete er Ivana Majerhofer-Grunbihel und hatte einen Sohn, Antun/Anton.

Im Alter von vierzehn Jahren trat er 1752 in ein Husarenregiment ein. Er machte den Siebenjährigen Krieg mit und stieg zum Rittmeister auf. Im Jahr 1773 wurde er Oberstleutnant und Kommandant des Karlsstädter Grenz-Husarenregiments Nr. 40. Als solcher tat er sich während des bayerischen Erbfolgekrieges hervor. Er kämpfte bei Hradecz, Weisskirchen und Taubnitz. Zum Dank erhielt er das Ritterkreuz des Maria-Theresia-Ordens und wurde zum Oberst des slavonischen Husarenregiemts Nr. 43 ernannt. Auch im russisch-österreichischen Türkenkrieg zeichnete er sich aus und wurde zum Generalmajor befördert. 1779 wurde er in den Freiherrenstand erhoben.

Im ersten Koalitionskrieg kommandierte er Anfangs eine Brigade und wurde 1792 zum Feldmarschallleutnant ernannt. Als solcher wurde er Kommandant einer Division. Er diente zunächst am Oberrhein und später in den Niederlanden. Er befehligte 1794 bei der Schlacht bei Fleurus eine der alliierten Kolonnen. Insbesondere trat er sich in der Schlacht bei Handschuhsheim am 22. September 1795 hervor und zwang die Franzosen zum Rückzug über den Rhein. Unter dem Oberbefehl von Dagobert Wurmser war er an der Zurückeroberung von Mannheim beteiligt. Für seine Leistungen wurde er 1795 zum Kommandeur des Maria-Theresia-Ordens ernannt.

Danach wurde er mit Wurmser nach Italien versetzt. Ihre Aufgabe war es der belagerten Stadt Mantua Entsatz zu bringen und Norditalien von Napoleon zurückzuerobern. Quosdanovich war an allen vier Versuchen beteiligt, Mantua zu befreien. Im Juli und August 1796 befehligte er den rechten Flügel der österreichischen Armee. Er marschierte am Gardasee entlang mit dem Ziel Napoleons Kommunikations- und Nachschublinien zu unterbrechen. Ihm gelang es Brescia zu nehmen. Am 31. Juli wurde er von Napoleon bei Lonato geschlagen und musste sich nach Brescia zurückziehen. Er versuchte am 3. August durch die französischen Linien zu brechen, um Wurmser zu unterstützen, wurde aber erneut bei Lonato geschlagen.

Beim zweiten Entsatzversuch Wurmsers für Mantua wurde Quosdanovich am 7. September bei Primolano geschlagen und musste sich nach Trient zurückziehen. Beim erneuten vergeblichen Vorstoß unter dem Oberbefehl von Joseph Alvinczy von Berberek war er erneut dabei. Bei dessen letzten Angriff im Januar 1797 kommandiert er eine Division unter Alvinczy, wurde er in der Schlacht von Rivoli zum Rückzug gezwungen, was zur österreichischen Niederlage stark beitrug. In der Folge wurde Quosdanovich in den Ruhestand versetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • J. Hirtenfeld: Der Maria-Theresia-Orden und seine Mitglieder. Wien, 1857 S. 445 f.

Weblinks[Bearbeiten]