Peterspfennig

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Der Peterspfennig (Denarius Sancti Petri) ist eine Geldsammlung, die als Ausdruck der Verbundenheit der Gläubigen mit dem Papst gilt. Mit der finanziellen Zuwendung soll die apostolische und karitative Arbeit des Papstes unterstützt werden.

„Der Peterspfennig ist der bezeichnendste Ausdruck der Teilhabe aller Gläubigen an den wohltätigen Initiativen des Bischofs von Rom für die Weltkirche. Diese Geste hat nicht nur einen praktischen, sondern auch einen deutlichen symbolischen Wert als Zeichen der Einheit mit dem Papst und der Sorge für die Bedürfnisse der Brüder und Schwestern, und deshalb besitzt euer Dienst einen vornehmlich kirchlichen Wert. (Benedikt XVI. am 25. Februar 2006)“

Ende des 8. Jahrhunderts hatten die damals neu zum Christentum bekehrten Angelsachsen beschlossen, durch einen jährlichen Obolus einen Beitrag zur Bewältigung der Aufgaben des Heiligen Stuhls zu leisten. Dieser Brauch des Denarius Sancti Petri breitete sich in der Folge auch in anderen europäischen Ländern aus. Zeitweilig wurde der Peterspfennig auch für den Neubau des Petersdoms gespendet. Papst Pius IX. legte 1871 in der Enzyklika Saepe Venerabilis eine einheitliche Regelung für die Zahlung des Peterspfennigs fest. So wird weltweit die Kollekte am 29. Juni, dem Hochfest der Apostel Petrus und Paulus oder am Sonntag davor oder danach als Peterspfennig dem Heiligen Stuhl zur Verfügung gestellt. Zudem kann der Peterspfennig auch über die Internetseite des Vatikans entrichtet werden.

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