Ostravice

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Ostravice. Für den gleichnamigen Fluss, siehe Ostravice (Fluss).
Ostravice
Wappen von Ostravice
Ostravice (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Frýdek-Místek
Fläche: 2899 ha
Geographische Lage: 49° 32′ N, 18° 24′ O49.53888888888918.3925415Koordinaten: 49° 32′ 20″ N, 18° 23′ 33″ O
Höhe: 415 m n.m.
Einwohner: 2.419 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 739 14
Verkehr
Bahnanschluss: Frýdlant nad Ostravicí–Bílá
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Jaromír Dobrozemský (Stand: 2006)
Adresse: Ostravice 577
739 14 Ostravice
Gemeindenummer: 598542
Website: www.obec-ostravice.cz
Dreifaltigkeitskirche

Ostravice (deutsch Ostrawitz) ist eine Gemeinde im Bezirk Frýdek-Místek in Tschechien. Sie liegt am Fluss Ostravice und am Fuße des höchsten Berges der Mährisch-schlesischen Beskiden - des Kahlbergs (Lysá hora) und des Smrks. Beide Berge sind symbolisch im Gemeindewappen abgebildet. Ostravice ist ein bedeutendes Erholungszentrum mit den meisten Einfamilienhäusern und Bauden in der Region. Es wohnen hier ca. 2300 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1581. Die Entstehung von Ostravice ist eng mit der hiesigen Bergkolonisation auf gerodetem Waldboden im 15. - 18. Jahrhundert verbunden. Das Holz wurde für den Bau verwendet sowie zu Holzkohle verarbeitet, 1858 wurde ein großes Sägewerk in Betrieb genommen. Zudem wurde in Ostravice Eisenerz gefunden und bis 1926 in Hammerwerken verarbeitet. Die Eisenbahnverbindung mit Frýdlant nad Ostravicí besteht seit 1905, seit dem Bau vom Stausee Šance-Řečice ist Ostravice die Endstation. Im Verlaufe der Jahrhunderte erweiterte sich die Gemeindefläche (ca. 28,98 Km²) und gehörte bis 1951 zu den größten in der Tschechoslowakei. Die katholische Dreifaltigkeitskirche im Barockstil (1789) verfügt teilweise über die Innenausstattung der aufgelösten Augustinerklosterkirche in Fulnek, die evangelische Kirche wurde 1874 gebaut. In seinem Blockhaus im nördlichen Teil der Gemeinde verbrachte der schlesische Dichter Petr Bezruč jeden Sommer.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)