Postament

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Dieser Artikel erläutert den physischen Säulensockel. Zum heraldischen Grundelement siehe Postament (Heraldik).
Piedestal ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu weiteren Bedeutungen von Piedestal siehe Piedestal (Begriffsklärung).

Das Postament (altertümlich Postamént), auch das Piedestal (über mittelfrz. piédestal von ital. piedistallo aus piè ‚Fuß‘ und di ‚von‘ und stall ‚Box‘, altertümlich Piëdestal), ist ein bisweilen recht aufwendig gestalteter Sockel von Gebäuden, Statuen oder Säulen. Sinnverwandt zu Postament wurde im 19. Jahrhundert auch noch der aus dem Italienischen kommende Begriff Basament verwendet,[1] der jedoch auch für Grundmauer, Unterbau oder Erdgeschoss Verwendung fand[2] (siehe auch Basement).

Sockel der New Yorker Freiheitsstatue
Fuß der Trajanssäule um 1860

Kleine Postamente bzw. Piedestale auf Giebeln von Gebäuden für Vasen oder Statuen werden auch als Bildstuhl oder Bilderstuhl bezeichnet.[3]

Gestaltung[Bearbeiten]

Meist befinden sich an ihm in Form einer Inschrift die wichtigsten Hinweise (Personennamen, Ereigniszusammenhänge oder Daten) zu dem jeweiligen Monument.

Ein Postament gliedert sich in Fußgesims, Postamentschaft und Kranzgesims. Handelt es sich bei dem Sockel nur um eine einfach gehaltene, niedrige Bodenplatte, so nennt man diese Plinthe.

Beispiele[Bearbeiten]

Ein Beispiel stellt etwa das Piedestal der Trajanssäule in Rom dar. Der römische Kaiser Trajan ließ auf der Bildsäule seine Erfolge in den Dakerkriegen darstellen. Dem Piedestal kamen dabei verschiedene Aufgaben zu: Zunächst stellt es den Eingang zu der begehbaren Säule dar, dann ist es als Aufbewahrungsort für die Urne des Kaisers konzipiert worden und schließlich fungiert es als Träger der Weihinschrift.

Ein Beispiel aus neuerer Zeit ist das Reiterstandbild Friedrichs des Großen von Christian Daniel Rauch von 1851 in Berlin mit seiner künstlerisch und baulich komplexen Sockelkonstruktion.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Georg Sulzer; Allgemeine Theorie der Schönen Künste, 1771, Postament (Digitale Ausgabe zur Volltextrecherche in der Reihe Digitale Bibliothek als Band 67, ISBN 3-89853-467-7)
  • Heinrich Sebald: Das Denkmal Friedrichs des Großen. Eine genaue Beschreibung des Monuments, nebst 31 kurzen, auf die am mittleren Piedestal dargestellten Personen bezüglichen Biographien. Mit einer Abbildung des Denkmals, Berlin: Logier, 1851.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Piedestale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Piedestal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Postament – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 367.
  2. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 416.
  3. Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 778.