Pietro Tenerani

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Pietro Tenerani (* 11. November 1789 in Torano bei Carrara; † 14. Dezember 1869 in Rom) war ein italienischer Bildhauer.

Tenerani war in Rom Schüler der Bildhauer Antonio Canova und Bertel Thorvaldsen. Als Meisterschüler des letzteren war Tenerani an der Erschaffung der Hauptfiguren des Grabmals des Prinzen Eugen beteiligt und schuf die Genien des Lebens u. Todes auf dem Leuchtenberg-Grabmal in der Münchener Michaelskirche (gerichtlicher Vergleich mit Thorvaldsen 1829).

1823 modellierte Tenerani für die Stadt Pisa einen "Christus am Kreuz", den diese dann in Silber fertigen ließ und der Kirche San Stefano schenkte.

Bereits mit seinen ersten eigenständigen Werken, zum Beispiel "Amor" und "Psyche", konnte Tenerani aus dem Schatten seiner Lehrer treten und auch erste Aufträge erlangen. Die Accademia di San Luca gab Tenerani einen Lehrauftrag und ernannte ihn zum Professor. Als solcher hatte er viele Schüler, u.a. Aurelio Tiratelli.

Sein Amt als Dozent an der Kunstakademie hatte Tenerani bis an sein Lebensende inne. 1860 wurde er zum Generaldirektor aller römischen Museen und Galerien ernannt; dieser Titel war weniger ein Amt als vielmehr als Ehre gedacht.

Das künstlerische Werk Teneranis umfasst von der Gemme als Schaubild über Einzelstatuen bis hin zur monumentalen Figurengruppe für Brunnen ein großes Spektrum. Bereits von Zeitgenossen gelobt wurden seine Figuren als "...vortrefflich gearbeitet und für die Academie eine Zier" (G. Romani).

Medaillenporträt[Bearbeiten]

  • 1853, einseitiger Bronzeguss, 87 mm: P. TENERANI <> SCULTORE - Halsbildnis nach rechts. Medailleur: Carl Friedrich Voigt (Berlin 1800-1874 Triest).
  • die im 2. Weltkrieg zerstörte Statue von Tenerani (in der 4. derzeit noch leeren Aedicula der Glyptothek-Ostfassade) wurde bislang nicht wieder ersetzt.

Werke[Bearbeiten]

  • Psyche mit der Büchse der Pandora
  • Amor, der Venus einen Dorn ausziehend
  • Kreuzabnahme (1842, Marmorrelief, Kapelle Torlonia, Lateran)
  • Christliches Liebespaar, den Märtyrertod erleidend
  • Grabmal der Herzogin von LAnte

Literatur[Bearbeiten]

  • Oreste Raggi, Della vita e delle opere di Pietro Tenerani, del suo tempo e della sua scuola nella scultura, libri tre, Succ. Le Monnier, 1880
  •  Harald Tesan: Thorvaldsen und seine Bildhauerschule in Rom. Böhlau, Köln 1998, ISBN 3-412-14197-6.
  • Jane Turner (Hg.), The Dictionary of Art, Bd. 30, S. 459. New York, Grove, 1996. ISBN 1-884446-00-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pietro Tenerani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien