Pita

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Ein türkisches Pide-Brot.

Pita, in der Türkei Pide, im Iran Nān-e Barbarī, ist ein von Griechenland bis zum Nahen Osten verbreitetes, etwas dickeres, weiches Fladenbrot aus Hefeteig. Es dient, mehrmals täglich frisch gebacken, als Beilage zu fast allen Mahlzeiten.

Etymologie[Bearbeiten]

Nach Itamar Even-Zohar wurde das modernhebräische Wort „Pita“ (pittāh פִּתָּה) von den frühen zionistischen jüdischen Einwanderern in Palästina als Bezeichnung für das traditionelle arabische Brot (ḫubz خبز) geschaffen. Dazu wurde das Wort aus dem Aramäischen entlehnt.[1] Avraham Even-Shoshan und Ernest Klein führen dieselbe Herkunft des Wortes an, wobei das aramäische Wort pittā’ פתא ebenso wie das hebräische Wort paṯ פַּת „Brotkrume, Stück Brot“ auf die Wurzel p-t-t פתת „(besonders Brot) in Stücke zerbrechen, zerbröseln“ zurückgeht; Klein vergleicht es u. a. mit dem arabischen Wort fatta فَتَّ „in kleine Stücke zerteilen“.[2]

Nach dem griechischen Autor Geórgios Babiniótis geht das Wort hingegen auf griechische Ursprünge zurück: neugriechisch πίτα < italienisch pitta < lateinisch picta, dies vermutlich von altgriechisch pēktos πηκτός „fest, geronnen“.[3]

Herstellung und Varianten[Bearbeiten]

Hergestellt wird es je nach Region aus einem einfachen, leicht gesalzenen Hefeteig, der etwas Öl oder auch Butter enthalten kann und häufig vor dem Backen mit dem Finger im Rautenmuster eingedrückt, mit einer Eigelb-Öl- oder gekochter Mehl-Wasser-Mischung eingestrichen und mit Sesam und auch Schwarzkümmel bestreut wird. Gebacken wird Pita ohne Form direkt auf dem Boden eines Steinbackofens.

In Deutschland wurde die eher dünne, einfache griechische Pita durch Einwanderer 1958 und den Imbiss Gyros Pita bekannt.

In Griechenland und im ehemaligen Jugoslawien ist Pita auch ein dem türkischen Börek ähnliches Gericht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pita – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Itamar Even-Zohar: The Emergence of a Native Hebrew Culture in Palestine, 1882-1948. In: Poetics Today, Bd. 11, Nr. 1, Polysystem Studies (Frühjahr 1990), S. 175-191, hier S. 179.
  2. ’Aḇrāhām ’Eḇen-Šôšān אברהם אבן-שושן: Milôn ’Eḇen-Šôšān מילון אבן-שושן. Tel-Aviv, 2003; Ernest Klein: A Comprehensive Etymological Dictionary of the Hebrew Language for Readers of English. New York: MacMillan, 1987.
  3.  Γεώργιος Μπαμπινιώτης (Georgios Babiniotis): Λεξικό της Νέας Ελληνικής Γλώσσας (Lexikon der neugriechischen Sprache). Β' Έκδοση 2. Auflage. Κέντρο Λεξικολογίας, 2005, ISBN 960-86190-1-7, S. 1412.