Plaka (Athen)

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Die Plaka von der Akropolis aus gesehen
Metrostation Monastiraki neben der Plaka
Der Turm der Winde an der römischen Agora

Die Plaka (Πλάκα) ist einer der ältesten Stadtteile Athens am Fuß der Akropolis. Sie liegt zwischen den Metrostationen Akropolis und Monastiraki und grenzt an Psirri und die heutige Innenstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Stadtteil und seine Bausubstanz kann auf eine Kontinuität bis in die Antike zurückblicken. Viele Häuser haben Grundmauern aus der Antike, wenn auch die Fassaden zumeist aus dem 18. Jahrhundert stammen. Bis zur modernen Stadtplanung des frühen 19. Jahrhunderts bildete sie den Kern der Stadt Athen. 1840 lebten noch 19 000 Menschen in der Altstadt. Danach wandelte sich die Plaka zum Tavernenviertel, das in allen gesellschaftlichen Schichten gleich beliebt war. Während der Junta-Zeit waren die Buat politisch-literarische Musiklokale, in denen Essen, Vergnügen und politische Kritik sich mischten, vereinzelt wurden diese auch deshalb von der Sicherheitspolizei geschlossen.[1] Nach dem Ende der Junta verloren diese zuvor wichtigen Lokale ihren Existenzgrund, und die Plaka wandelte sich zum Touristenviertel mit Souvenirläden und Lokalen mit Griechischer Küche als Fast-Food.

Seit den 1990er Jahren begann ein Wiederaufleben des Stadtteils, viele alte Häuser wurden restauriert, nahezu der ganze Stadtteil verkehrsberuhigt. Die Immobilienpreise reichen mittlerweile an die teuersten Athener Stadtteile heran.

Kultur[Bearbeiten]

Mit ihrer kleinteiligen Struktur ist die Plaka ein Gegenpol zum modernen Athen des 19. und 20. Jahrhunderts. Hier befindet sich neben dem Frissiras Museum für moderne Kunst auch das Museum für Volkskunst. Der 2004 verstorbene Maler George Savakis malte die alten Strukturen. Seine Bilder hängen noch heute in vielen Tavernen des Stadtteils.

Das Lysikratesmonument und der Turm der Winde sind zwei Wahrzeichen der Plaka.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Plaka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Viertel der Götter. In: Der Spiegel. Nr. 35, 1977 (online).