Qasigiannguit

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Qasigiannguit (Die kleinen gefleckten Robben)
Christianshåb (Christianshoffnung)
Luftbild von Qasigiannguit
Luftbild von Qasigiannguit
Kommune Qaasuitsup Kommunia
Geographische Lage 68° 49′ 9″ N, 51° 11′ 35″ W68.819166666667-51.1930555555560Koordinaten: 68° 49′ 9″ N, 51° 11′ 35″ W
Qasigiannguit (Grönland)
Qasigiannguit
Höhe m
Einwohner 1.183 (1.1.2014)
Gründung 1763
Zeitzone UTC-3
Website qasigiannguit.gl
Gemeinde / Provinz (bis 2008)

Qasigiannguit / Kitaa

Wappen Qasigiannguits (inoffiziell)
Lage von Qasigiannguit auf Grönland
Fläche 13.400 km²

Qasigiannguit (dänisch Christianshåb) ist ein Ort in Grönland an der Disko-Bucht mit 1.187 Einwohnern (2012).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der grönländische Name der Siedlung bedeutet die kleinen gefleckten Robben. Die Siedlung wurde zunächst an anderer Stelle an der Bryghus-Bucht am 25. Juni 1734 vom dänischen Kaufmann Jacob Severin als Handelskolonie gegründet und nach König Christian VI. von Dänemark benannt. Severin hatte das vom König bis 1749 verliehene Monopol über den Grönland-Handel inne. 1739 setzten die Dänen bei Qasigiannguit das Handelsmonopol gewaltsam gegen die auch am Grönland-Handel, insbesondere am Walfang interessierten Holländer durch. Von 1736 bis 1740 wirkte in Christianhåb der Missionar Paul Egede. 1763 wurde die Niederlassung an den heutigen, windgeschützter gelegenen Platz umgesiedelt. Ruinen der alten Siedlung sind noch erhalten.

Bis zum 1. Januar 2009 hatte Qasigiannguit den Status einer eigenständigen Kommune mit 1300 Einwohnern (Stand 2007), zu der neben dem Hauptort die Siedlung Ikamiut gehörte. Heute ist das Gebiet politisch Bestandteil von Qaasuitsup Kommunia.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Silber und Blau geteilter Schild zeigt oben eine rote und unten eine rückgewandte silberne Garnele. Am oberen Schildrand der Gemeindename mit blauen Majuskeln „K’ASIGIANGUIT KOMMUNE“.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Qasigiannguit ist eine modern wirkende Stadt. 1959 wurde die dominierende Krabben-Fabrik gegründet. Mit ihr stieg die Einwohnerzahl von 300 auf 1400 an. Auch das Fischen von Heilbutt ist wirtschaftlich bedeutsam. Neben einem Krankenhaus und einer Berufsschule befindet sich eine Abteilung für Sozialpädagogik des Grönländischen Seminars von Nuuk in Qasigiannguit.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Stadt ist gut an das Schiffs- und Helikopternetz Grönlands angeschlossen. Zahlreiche Restaurants und Hotels sind vorhanden. Sehenswert sind die kleinen, farbigen Wohnhäuser an der Bucht, die alten Kolonialbauten sowie das Museum mit wichtigen Zeugnissen der Jäger- und Fängerkultur sowie der Frühgeschichte der Inuit. Touristen schätzen die Lage am Meer mit stabilem Wetter und ausgeprägter Flora sowie die Ausflugsmöglichkeiten in die nahen, etwa 400 bis 500 Meter hohen Berge.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Qasigiannguit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistics Greenland (Hrsg.): Greenland in Figures 2012. März 2012, ISBN 978-87-986787-6-2, ISSN 1602-5709, S. 9 (stat.gl, abgerufen am 13. Mai 2012).