Quelimane

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Quelimane
Quelimane (Mosambik)
Quelimane
Quelimane
Koordinaten 17° 53′ S, 36° 53′ O-17.877836.884361Koordinaten: 17° 53′ S, 36° 53′ O
Basisdaten
Staat Mosambik

Provinz

Zambezia
Distrikt Distrikt Angoche
Einwohner 192.876 (2007)
Kathedrale Nossa Senhora do Livramento (1998)
Kathedrale Nossa Senhora do Livramento (1998)

Quelimane (zeitweise São Martinho de Quelimane) ist eine Hafen- und Industriestadt in Mosambik. Seit 1954 ist sie Sitz des Bistums Quelimane.

Geographie[Bearbeiten]

Quelimane liegt am Rio dos Bons Sinais (Fluss der guten Zeichen), rund 20 km vom Indischen Ozean entfernt. Sie ist Hauptstadt der Provinz Zambezia.

Quelimane
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Quelimane
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 32,6 32,3 31,5 30,8 29,0 26,8 26,5 27,8 29,9 32,1 32,8 33,0 Ø 30,4
Min. Temperatur (°C) 23,4 23,7 23,3 21,8 19,0 16,7 15,9 16,6 18,6 21,0 22,5 23,2 Ø 20,5
Niederschlag (mm) 261 239 236 163 79 53 62 30 15 38 94 219 Σ 1.489
Sonnenstunden (h/d) 7,1 6,9 7,3 7,6 7,7 7,2 7,4 8,5 8,7 8,3 9,3 7,7 Ø 7,8
Regentage (d) 12 13 13 10 7 8 7 4 2 3 5 11 Σ 95
Luftfeuchtigkeit (%) 78 78 79 79 79 81 79 77 74 68 72 74 Ø 76,5
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Einwohner[Bearbeiten]

1970 zählte die Stadt 71.786 Einwohner. Als Folge des Bürgerkriegs sank die Zahl der Bewohner bis 1980 auf 62.174 Personen. Bei der letzten Volkszählung 1997 lebten hier 150.116 Menschen. 2007 betrug die Einwohnerzahl 192.876 Einwohner.[1].

Geschichte[Bearbeiten]

Quelimane war ursprünglich ein Handelsplatz der Swahili, die über Sansibar auch mit den Arabern aus dem Oman Handel trieben. 1498 erreichte Vasco da Gama die Stadt auf seiner Reise nach Indien. 1530 besetzten die Portugiesen den Ort, gründeten aber erst 1544 die erste Handelsstation. Im Jahr 1761 wurde der Ort zur Stadt erklärt und erhielt zwei Jahre später ein Stadtparlament (Stadtrat). Im 18. und 19. Jahrhundert war die Siedlung ein Umschlagplatz für den Sklavenhandel. 1862 wurde David Livingstone britischer Konsul in der Stadt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Hinterland stehen große Kokosplantagen. Es wird Palmöl für den Export gewonnen. Daneben werden Sisal und Tee ausgeführt. Wichtigster Industriezweig ist jedoch die Fischerei.

Die Stadt ist Endstation einer 120 km langen Eisenbahnstrecke ab Mocuba. Daneben gibt es einen regionalen Flughafen und ein Flusshafen in dem auch größere Seeschiffe anlegen können. Schiffe fahren nach Maputo, Südafrika und bis direkt nach Europa. Derzeit wird der Hafen mit Unterstützung aus Deutschland überholt.

An der nahen Bucht von Zalala gibt es einen Strand, der touristisch genutzt wird. Größte Sehenswürdigkeiten sind der Gouverneurspalast aus dem Jahre 1895 und die katholische Kathedrale Nossa Senhora do Livramento, welche 1785 erbaut wurde.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Eduardo White (1963–2014), mosambikanischer Schriftsteller und Dichter

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. World Gazeteer (abgerufen am 6. Januar 2010)