Radio-Comedy

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Radio-Comedy bezeichnet eine hörfunkspezifische Form der Comedy, die sich an journalistische Beiträge aus dem Radio-Programm anlehnt. So können beispielsweise getürkte Interviews, parodierte Stimmen bzw. Musikstücke oder O-Ton-Collagen für humoristische Zwecke eingesetzt werden. Heutzutage werden meist kurze Episoden mit einer Länge von circa 90 Sekunden gesendet, die auch als Comics (Bollinger, 2004) bezeichnet werden. Bis in die späten 1990er Jahre gab es aber auch längere Radio-Comedy-Formate (z. B. Unterhaltung am Wochenende vom WDR 2 oder Frühstyxradio von Radio ffn).

Radio-Comedy wird zum Teil in so genannten Syndikaten produziert, d. h. das entsprechende Format wird nicht senderspezifisch, sondern in verschiedenen Bundesländern bzw. Regionen vermarktet.

Zu den bekanntesten Vertretern der Radio-Comedy zählen Hermann Hoffmann (Sender Zitrone), Jürgen Bangert (Elvis Eifel), Jochen Kneifeld (Bätmän), Anne Onken (Supermerkel), Elmar Brandt (Gerd-Show, Supermerkel), Oliver Döhring (Der kleine Nils), Paul Panzer (Die Baulöwen), Arnd Zeigler (Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs), Antonia von Romatowski & Stefan Lehnberg (Küss mich, Kanzler), Oliver Kalkofe & Oliver Welke (Frühstyxradio), Andreas Müller (KlinsCamp & Jogis Jungs), Peter Frankenfeld (Valsch Ferbunden), Mirja Boes (Alles Lüge), Thilo Seibel (Kollege Bruce) und Bodo Bach.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Bollinger: Radiocomedy. In: Axel Buchholz, Walther von La Roche (Hrsg.): Radio-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis im Hörfunk. 10. Auflage. Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-01772-9.[1]
  • Rainer Dachselt, Ingo Schwarz, Stefan Sprang: Radio-Comedy. 2003.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webauftritt zum Buch Radio-Journalismus mit weiterführenden Informationen