Ramiro II. (Aragón)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ramiro II. (genannt el Monje, der Mönch) (* um 1075; † 16. August 1157 in Huesca) war Bischofselekt ehe er von 1134 bis 1137 König von Aragón war.

Ramiro II.
Statue Ramiros II. am Palacio Real de Madrid

[Bearbeiten] Leben

Er war Sohn von König Sancho I. und dessen zweiter Ehefrau Felicitas von Ramerupt. Seine älteren Brüder waren die Könige Peter I. und Alfons I..

Als nachgeborener Sohn trat er in den geistlichen Stand ein und wurde Mönch. Sein Bruder Alfons machte ihn 1112 zum Abt von Sahagún. Als das Kloster von Truppen der Königin Urraca erobert wurde, musste er fliehen. Er wurde 1114 zum Bischofselekt von Burgos erwählt und 1134 von seinem Bruder zum Bischof von Roda-Barbastro ernannt.

Das Testament seines Bruders Alfons I., in dem dieser das Land den geistlichen Ritterorden vermachte, wurde von den Ständen Aragoniens nicht anerkannt. Infolgedessen wurde Ramiro II. zum König erhoben. Die drei Ritterorden nahmen diese Regelung an, nachdem ihnen eine große Entschädigung zugesichert worden war.

Daraufhin heiratete er am 13. November 1135 Agnes von Aquitanien (auch genannt: Inés von Poitou; die Tochter von Wilhelm IX. (Aquitanien) = als Wilhelm VII. auch Graf von Poitou), die adlige französische Witwe des Aimery V. von Thouars († 1127). Am 11. August 1136 gebar sie eine Tochter, Petronella von Aragón.

Alfons VII. von Kastilien erhob Gebietsansprüche auf Erwerbungen früherer aragonesischer Könige und nahm unter anderem Saragossa ein. Ramiro musste in die Pyrenäen fliehen. König Alfons erzwang die Anerkennung des kastilischen Oberhoheit über Aragon, Auch musste er die faktische Abtrennung des Königreichs Navarra und die Anerkennung von Garcia IV. von Navarra anerkennen.

Im Inneren war Ramiro II. gezwungen, den Interessen des Adels nachzugeben.

1137 regelte Ramiro II. die Thronfolge dahingehend, dass er Petronella mit dem Grafen Raimund Berengar IV. verlobte (die Ehe wurde erst 1151 vollzogen, als Petronella 14 Jahre alt war). Ziel war es, so die Dominanz Kastilien über Aragon zu verhindern.

Am 13. November 1137 trat er zurück und übergab die Herrschaft an Raimund Berengar IV., führte aber weiter den Königstitel. Er zog sich in das Kloster San Pedro el Viejo in Huesca zurück, wo er bis zu seinem Tod 1157 lebte. Dort wurde er auch begraben.

[Bearbeiten] Literatur

  • Bisson, Thomas N.: The Medieval Crown of Aragon: A Short History. Oxford: Claredon Press, 2000
  • Lapena Paúl, Ana Isabel: Ramiro II de Aragón. El rey monje (1134-1137). Gijón: Trea, 2008

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Ramiro II. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Alfons I. König von Aragón
Aragon Arms.svg

1134–1137
Petronella
Pere Guillem Elekt von Barbastro-Roda
1134
Gaufrid
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen