Barbastro

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Gemeinde Barbastro
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Barbastro
Barbastro (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Huesca
Comarca: Somontano de Barbastro
Koordinaten 42° 2′ N, 0° 7′ O42.0333333333330.11666666666667341Koordinaten: 42° 2′ N, 0° 7′ O
Höhe: 341 msnm
Fläche: 107,60 km²
Einwohner: 17.210 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 159,94 Einw./km²
Postleitzahl: 22300
Gemeindenummer (INE): 22048 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Antonio Cosculluela Bergua (PSOE)
Website: www.barbastro.org
Lage der Gemeinde
Somontano de Barbastro.png

Der Ort Barbastro ist die Hauptstadt der Comarca Somontano de Barbastro in der spanischen Provinz Huesca und hat 17.210 Einwohner (Stand 1. Januar 2013). Es ist Zentrum des herausragenden Weinbaugebietes Somontano, in dem seit Jahrhunderten weltbekannte Weine gekeltert werden.

Barbastro ist das westliche Eingangstor zur Gebirgskette Sierra de Guara.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt hieß zur Zeit des Römischen Imperiums Barbatius. Sie wurde 717 von den Umayyaden erobert und trug den Namen Madyar. Bis 882 war sie die Hauptstadt des Emirats von Brabstra. Bei der christlichen Eroberung unterstand sie dem Emir von Saragossa.

Die Festungsstadt war 1064 Ziel eines multinationalen christlichen Feldzuges gegen die Mauren.

Kurz nach Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges wurden am 20. Juli 1936 sämtliche Mitglieder des örtlichen Seminars der Claretiner verhaftet. Die meisten von ihnen wurden in den Augusttagen 1936 erschossen.

Außer dem Bischof und Heiligen Raimund von Roda († 21. Juni 1226) hat Barbastro auch in jüngerer Zeit mehrere Heilig- und Seligsprechungen vorzuweisen:

  • Teresa Jornet y Ibars, geboren 1843 in Aytona (Katalonien), Gründerin der Kongregation der Hermanas de los Ancianos Desamparados (Schwestern der Bedürftigen Alten), am 26. August 1897 in Barbastro gestorben und am 27. Januar 1974 von Papst Paul VI. heiliggesprochen.
  • Felipe de Jesus Munarriz, der Leiter des Seminars der Claretiner, zusammen mit 42 Seminaristen und acht geweihten Priestern in den Tagen vom 2. bis zum 18. August 1936 erschossen, alle 51 Personen am 25. Oktober 1992 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
  • Ceferino Giménez Malla (1861–1936, genannt „El Pelé“) aus Fraga in der Provinz Huesca, der während des Spanischen Bürgerkrieges wegen seines Eintretens für einen katholischen Priester verhaftet und am 9. August 1936 in Barbastro hingerichtet wurde. Er wurde am 4. Mai 1997 von Johannes Paul II. seliggesprochen und war damit der erste Seliggesprochene Kalo und Angehörige der Roma.
  • Florentino Asensio Baroso, geboren 1877 in Villasexmir in der Provinz Valladolid, am 26. Januar 1936 zum Bischof von Barbastro geweiht, wurde während des Bürgerkrieges unter Hausarrest gestellt, gefoltert und am 9. August 1936 erschossen, von Johannes Paul II. am 4. Mai 1997 seliggesprochen.
  • Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás (1902–1975), geboren in Barastro, Gründer des Opus Dei, von Johannes Paul II. am 17. Mai 1992 selig- und am 6. Oktober 2002 heiliggesprochen.
Ansicht von Barbastro

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kathedrale von Barbastro
  • Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert
  • Archäologischer Garten mit wertvollen Zeugnissen des 12. bis 18. Jahrhundert
  • Diözesanmuseum und Bischofspalast
  • San-Francisco-Kirche und der gleichnamige Brunnen

Von hier aus gelangt man zu dem bekannten Marienwallfahrtsort Torreciudad.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barbastro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).