Randy Travis

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Randy Travis

Randy Travis, eigentlich Randy Bruce Traywick, (* 4. Mai 1959 in Marshville, North Carolina) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger, Songwriter und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Im Alter von acht Jahren begann Randy, beeinflusst von seinem Country-begeisterten Vater, Gitarre zu spielen. Bereits zwei Jahre später hatte er gemeinsam mit seinem Bruder Ricky als Duo Traywick Brothers erste öffentliche Auftritte. Die beiden begannen allerdings früh mit dem Trinken und kamen oft mit dem Gesetz in Konflikt. Schlägereien, Fahren unter Alkoholeinfluss und Drogenmissbrauch waren an der Tagesordnung. Mit 16 Jahren setzte sich Randy nach Charlotte ab, wo er bei einem Talentwettbewerb auf sich aufmerksam machen konnte. Die Barbesitzerin Lib Hatcher fand Gefallen an seiner Musik und bot ihm einen Job als Küchenhelfer an. Zudem ergaben sich in ihrem Etablissement Gelegenheiten zu Auftritten. In Charlotte gab es, zumindest in den ersten Jahren, auch häufig Ärger mit der Polizei.

Karriere[Bearbeiten]

Lib Hatcher wurde schließlich zu seiner Managerin. Mit großem Engagement verschaffte sie ihm 1978 einen ersten Schallplattenvertrag. Es wurden zwei Singles aufgenommen, die aber nicht sonderlich erfolgreich waren. 1982 übernahm Hatcher den Palace Club in Nashville. Randy arbeitete wieder in der Küche und hatte gelegentliche Auftritte. Seine Managerin finanzierte ein erstes Album, das unter dem Namen Randy Ray veröffentlicht wurde und hauptsächlich an die Gäste des Clubs verkauft wurde. 1985 konnte erstmals ein Vertrag mit einem bekannten Label, Warner Brothers, abgeschlossen werden. Unter einem neuen Namen, Randy Travis, wurde im gleichen Jahr die Single On The Other Hand veröffentlicht. Sie erreichte einen respektablen mittleren Platz in den Country-Charts. Die nächste Single 1982 schaffte es sogar bis in die Top-10. Daraufhin wurde On The Other Hand erneut promoted, und dieses Mal schaffte die Single Platz 1. 1986 erschien sein erstes Warner-Brothers Album: Storm of Live. Es war von einer beeindruckenden Qualität, erhielt hervorragende Kritiken und verkaufte sich über 3 Millionen Mal.

Randy Travis war zum wichtigsten Hoffnungsträger der Country-Musik geworden, die in den vergangenen Jahren in seichte Pop-Gewässer abgedriftet war. Mit seinem an Lefty Frizzell oder John Anderson erinnernden Gesangsstil gehörte er zu den Neo-Traditionalisten, die in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre eine Trendwende einleiteten. Sein zweites Album, Always & Forever, war noch erfolgreicher als das erste. Bis Ende des Jahrzehnts schaffte Travis sieben aufeinanderfolgende Nummer-1-Hits. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei Grammys und mehrere CMA Awards. Begünstigt wurden seine Erfolge auch durch das starke Songmaterial, auf das er zurückgreifen konnte. Es waren vor allen die von Paul Overstreet und Don Schlitz geschriebenen Titel wie Diggin' Up Bones oder Forever and Ever, Amen, die Spitzenpositionen garantierten. Ferner hat Randy Travis auch einige Songs von Bobby Helms gecovert.

1991 heirateten Lib und Randy. Seine Erfolgsträhne hielt an. Die von ihm mitausgelöste Erneuerung der Country-Musik brachte neue Stars wie Garth Brooks oder Alan Jackson nach oben, die ihn etwas in den Hintergrund drängten. Einige Platten wurden zu Misserfolgen. Nach der Jahrtausendwende nahm er einige religiös ausgerichtete Alben auf, die ihm ebenfalls viel Anerkennung einbrachten. Außerdem wirkte er in verschiedenen Filmen mit.

Alben[Bearbeiten]

  • 1983 – Randy Ray Live
  • 1986 – Storms of Life
  • 1987 – Always and Forever
  • 1988 – Old 8x10
  • 1989 – No Holding Back
  • 1989 – Old Time Christmas
  • 1990 – Heroes and Friends
  • 1991 – High Lonesome
  • 1992 – Wind in the Wire
  • 1994 – This Is Me
  • 1996 – Full Circle
  • 1998 – You and You Alone
  • 1999 – A Man Ain't Made of Stone
  • 2000 – Inspirational Journey
  • 2001 – Randy Travis Live
  • 2002 – Rise and Shine
  • 2003 – Worship and Faith
  • 2004 – Passing Through
  • 2005 – Glory Train
  • 2007 - Songs of the Season
  • 2008 – Around the Bend
  • 2013 – Influence Vol. 1: The Man I Am

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1985 – Academy of Country Music – „Top New Male Vocalist“
  • 1986 – Academy of Country Music – „Top Male Vocalist“
  • 1986 – Academy of Country Music – „Album of the Year“
  • 1986 – Academy of Country Music – „Single of the Year“
  • 1986 – CMA – „Horizon Award“
  • 1987 – Academy of Country Music – „Top Male Vocalist“
  • 1987 – Academy of Country Music – „Album of the Year“
  • 1987 – Academy of Country Music – „Single of the Year“
  • 1987 – CMA – „Male Vocalist of the Year“
  • 1987 – CMA – „Male Album of the Year“
  • 1987 – CMA – „Male Vocalist of the Year“
  • 1988 – CMA – „Male Vocalist of the Year“ – „Best Male Country Vocal Performance“
  • 1988 – Grammy – „Best Male Country Vocal Performance“
  • 2004 – Grammy - „Best Southern, Country, or Bluegrass Gospel Album“
  • 2005 – Grammy - „Best Southern, Country, or Bluegrass Gospel Album“
  • 2005 – Dove Award - „Country Album of the Year“
  • 2006 – Dove Award - „Country Album of the Year“
  • 2007 – Grammy - „Best Southern, Country, or Bluegrass Gospel Album“
  • 2010 – Grammy – I Told You So“ im Duett mit Carrie Underwood

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1992 – Matlock (Folge 6x16)
  • 1995 – The James Gang (in der Rolle von Cole Younger)
  • 1997 - The Shooter – Der Scharfschütze (als Kyle)
  • 1997 - Fire Down Below (als Ken Adams)
  • 1997 – Annabelle und die fliegenden Rentiere (Sprechrolle)
  • 1998 – Black Dog (in der Rolle des Earl, trug für den Soundtrack das Lied My Greatest Fear bei)
  • 2001 – Texas Rangers
  • 2003 - Ein Hauch von Himmel (Ein Lied für die Ewigkeit)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Randy Travis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien