Rdio

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Rdio
Logo
www.rdio.com
Motto Entdecke Musik.
Beschreibung Musik-Streaming-Dienst
Registrierung notwendig
Sprachen Englisch, Deutsch
Urheber Janus Friis
Erschienen 3. August 2010
Status aktiv

Rdio ist ein Musikstreaming-Dienst der gleichnamigen US-amerikanischen Rdio Inc. mit Sitz in Potrero Hill, San Francisco. Rdio wurde von den Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis sowie Carter Adamson gegründet.[1][2] Zennström und Friis waren ebenso Urheber der Tauschbörse Kazaa.[3][4] Am 3. August 2010 endete die private Betatest-Phase.[1] Der Dienst startete offiziell am 11. Januar 2012 in Deutschland.[5] Finanziert wird das Unternehmen weiterhin durch die Risikokapitalanbieter Atomico (Niklas Zennström), Janus Friis, Mangrove Capital Partners und Skype.

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Dienst ist in 51 Ländern verfügbar, darunter Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien und die USA.[6][7] Zahlende Kunden können den Dienst auch im Ausland benutzen.

Funktionen[Bearbeiten]

Musik-Katalog[Bearbeiten]

Das Musikangebot umfasst Inhalte aller Major-Labels. Die Zahl der verfügbaren Titel beläuft sich laut eigenen Aussagen auf über 25 Millionen Songs.[8] Das Repertoire wird ständig um neue Labels erweitert. Der Musik-Katalog lässt sich nach Interpreten, Songs, Alben und Labels durchsuchen. Zudem kann die gehörte Musik zu Last.fmgescrobbelt“ werden. Neue Musik lässt sich unter anderem durch die „Heavy Rotation“ finden, sie zeigt personalisierte Musikempfehlungen und Musik, die Freunde gerne hören. Zudem gibt es Top-Charts und eine Liste der Neuerscheinungen.

Playlisten[Bearbeiten]

Der Nutzer kann auch Playlisten erstellen und diese mit Freunden teilen. Diese Musikabspiellisten können mit anderen Nutzern gemeinsam bearbeitet werden. Außerdem können Playlisten abonniert werden, um Benachrichtigungen zu erhalten, wenn neue Songs hinzugefügt werden.

Community[Bearbeiten]

Zudem existiert eine Online-Community, die Nutzern erlaubt, zu teilen und anderen zu folgen, um zu sehen, welche Musik diese hören.

Programme[Bearbeiten]

Rdio
Logo
Maintainer Rdio, Inc.
Entwickler Rdio, Inc.
Betriebssystem Webbrowser, Windows, Mac OS X, iOS, Android, BlackBerry, Windows Phone, Roku, Sonos
Kategorie Musik (Musikportal, Internetradio)
Deutschsprachig ja
www.rdio.com

PC[Bearbeiten]

Der Dienst bietet ein natives Desktop-Programm für Mac OS X und Windows.[9]

Webbrowser[Bearbeiten]

Der komplette Dienst ist auch als webbasierten Variante verfügbar. Die Installation von einem Programm ist somit nicht zwingend notwendig.

Mobile Geräte[Bearbeiten]

Darüber hinaus gibt es Apps für iOS, Android, BlackBerry und Windows Phone. Diese können Musik streamen und synchronisieren, damit sie offline gehört werden kann.[9] Zudem existieren Anwendungen für Roku- und Sonos-Systeme.

Auto[Bearbeiten]

Mit der Softwareversion 5.9 wurde Rdio im Tesla Model S zum Standard Musikstreaming-Service in Europa, die Datenübertragung erfolgt je nach Möglichkeit über 3G oder WLAN. In den USA kommt stattdessen Slacker zum Einsatz.

Accounts und Abonnements[Bearbeiten]

Der Dienst bietet in Deutschland standardmäßig zwei Optionen der Nutzung an. Das Web-Paket beinhaltet nur die Nutzung der Webanwendung und ist auf fünf Euro monatlich angesetzt. Im Unlimited-Paket ist die Nutzung der Webanwendung und der mobilen Apps eingeschlossen, wofür Rdio zehn Euro monatlich verlangt.[2][10] Der Dienst lässt sich vor Auswahl einer der beiden Varianten in Deutschland vierzehn Tage lang testen.[11]

In 15 Nationen können die Nutzer den Dienst sechs Monate lang kostenlos benutzen, jedoch mit einer begrenzten Anzahl von Streams.[12] Deutschland ist von dieser Aktion ausgeschlossen.[13]

Family Plan[Bearbeiten]

Ebenfalls existiert ein „Family Plan“, der nur für Unlimited-Pakete gilt. Dabei kosten zwei Accounts 18 Euro pro Monat und drei Accounts 23 Euro.[14] Seit dem 24. Juni 2013 können bis zu fünf Familienmitglieder den Dienst zu einem ermäßigten Preis nutzen.[15]

Kritik[Bearbeiten]

Rdio wird meist positiv von Kritikern bewertet. Gelobt wird die übersichtliche und moderne Benutzeroberfläche.[16][17] Kritisiert wird jedoch, dass der Nutzer seine eigene Musik nicht mit Rdio hören kann.[18]

Die Stiftung Warentest gab in der Zeitschrift test bekannt, dass Rdio mit über 40 Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen den Nutzer unzulässig benachteiligen würden und unwirksam seien. So schloss Rdio beispielsweise jegliche Haftung aus, wenn es aufgrund eines technischen Defekts zu Speicherfehlern kommt und der Nutzer dadurch seine Musiksammlung verliert.[19]

Vdio[Bearbeiten]

Am 2. April 2013 startete Rdio Vdio, ein Film-und TV-Show-Streaming-Dienst. Jedoch können nicht unbegrenzt Filme geschaut werden, sondern es muss für jeden einzelnen Film gezahlt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Rdio Music Service: Mobile, Social, Impressive -- and Now Open to All – TechHive. In: pcworld.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  2. a b Musikstreaming-Dienst: Rdio in Deutschland gestartet. In: netzwelt.de. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  3. Social Music Service Rdio Officially Launches – Digital Media Wire – connecting people & knowledge. In: dmwmedia.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  4. Q&A: Skype Co-Founder on His New Venture, Rdio – Digits – WSJ. In: blogs.wsj.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  5. Wir stellen vor: Rdio in Deutschland – Rdio DE. In: blog.rdio.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  6. Rdio Expands to 20 New Territories: Now Available in 51 Countries – Rdio Blog. In: blog.rdio.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  7. Rdio – Availability. In: rdio.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  8. Rdio – About Us. In: rdio.com. Abgerufen am 29. Juli 2014 (englisch).
  9. a b Rdio music service throws open its doors. In: macworld.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  10. Kazaa, Skype Founders Launch Twitter-Like Music Service Rdio. In: wired.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  11. Einen Monat kostenlos Musik hören mit Rdio ». In: t3n.de. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  12. Rdio Free On Your Computer – Rdio Help Center. In: help.rdio.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  13. Streaming kostenlos bei Rdio in 15 Ländern. Abgerufen am 13. Juni 2013 (deutsch).
  14. Introducing: Rdio Family Plans – Rdio Blog. In: blog.rdio.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  15. Birds of a Feather Rock Together: Add More Members To Your Family Plan – Rdio Blog. In: blog.rdio.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  16. Rdio im Test: Hübsch, mit Schönheitsfehlern. In: futurezone.at. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  17. Test Run: Rdio vs. Spotify for Streaming Music
  18. Spotify vs Rdio vs Deezer: battle of the streaming services – News. In: techradar.com. Abgerufen am 26. Dezember 2013 (englisch).
  19. Stiftung Warentest, test 7/2013, Seite 46ff., ISSN 0040-3946