Rebecca Gablé

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Rebecca Gablé, 2009

Rebecca Gablé ist der Künstlername der deutschen Schriftstellerin Ingrid Krane-Müschen (* 25. September 1964 in Wickrath/Mönchengladbach). Bekannt ist Gablé vor allem für ihre im Mittelalter spielenden Ritterromane.[1]

Leben[Bearbeiten]

Rebecca Gablé machte 1984 ihr Abitur am Gymnasium an der Gartenstraße in Mönchengladbach-Rheydt. Dem Abitur folgte 1984 eine Ausbildung zur Bankkauffrau. In diesem Beruf arbeitete sie eine Zeit lang auf einem Stützpunkt der Royal Air Force. Dort vertiefte sich ihr Interesse an der englischen Kultur.

1991 begann Rebecca Gablé ein Studium der Literaturwissenschaft und Mediävistik in den Fächern Anglistik und Germanistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Im Frühjahr 1996 schloss sie das Studium mit dem Magisterexamen ab.

Mehrere Jahre suchte Gablé nach einem Verlag für ihren ersten Kriminalroman Jagdfieber. Das Buch erschien 1995 beim Bastei Lübbe Verlag. Der Roman wurde für den Friedrich-Glauser-Krimipreis nominiert.

Anschließend folgte ein weiterer Krimi Die Farben des Chamäleons. Von dem Honorar der Krimis konnte Gablé nicht leben, deshalb arbeitete sie als Übersetzerin für verschiedene Verlage.[2]

Der kommerzielle Durchbruch kam 1997 mit ihrem ersten historischen Roman Das Lächeln der Fortuna, von dem im ersten Jahr nach Erscheinen ca. 200.000 Exemplare abgesetzt wurden.[2] Danach schrieb sie zunächst zwei weitere Kriminalromane. Von 1999 bis 2000 nahm sie einen Lehrauftrag an der Heinrich-Heine-Universität in altenglischer Literatur wahr. Im Jahr 2000 folgte mit Das zweite Königreich ein weiterer Historienroman. Seitdem hat sich Gablé dem Verfassen historischer Romane zugewandt, die alle in die Bestsellerlisten aufstiegen. Neben der fortlaufenden Reihe um die Geschichte der (fiktiven) Familie Waringham, die eng mit den englischen Herrscherhäusern des Mittelalters und der frühen Neuzeit verknüpft ist, verfasste Gablé weitere Romane, die ebenfalls im englischen Mittelalter spielen.

Gablé trat der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur (dem „Syndikat“) bei, dessen Sprecherin sie drei Jahre lang war. Weiterhin wurde sie Mitglied im Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis. 2006 erhielt sie den Silbernen Lorbeer des Sir Walter Scott-Preises vom Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis für Die Hüter der Rose.

2008 veröffentlichte Gablé das belletristische Sachbuch Von Ratlosen und Löwenherzen zur Geschichte des englischen Mittelalters.

Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte und vor allem der Musik. Sie spielt Klavier und singt seit vielen Jahren in einer Band. Rebecca Gablé und ihr Mann leben in Wickrath und auf Mallorca.[3]

Werke[Bearbeiten]

Waringham-Reihe[Bearbeiten]

Kriminalromane[Bearbeiten]

  • Jagdfieber, 1995
  • Die Farben des Chamäleons, 1996
  • Das letzte Allegretto, 1998
  • Das Floriansprinzip, 1999

Helmsby-Reihe[Bearbeiten]

Weitere Historische Romane[Bearbeiten]

Populärwissenschaftliche Sachbücher[Bearbeiten]

Kurzgeschichten[Bearbeiten]

  • „Reliquienblut“, 2006
  • „Gottesurteil“ 2006

Sonstige Werke[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.histo-couch.de/rebecca-gable.html
  2. a b Rolf Schmitz: Die Königin des historischen Romans. In: welt.de. 30. September 2001.
  3. Siehe Lebenslauf auf Gablés Website.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rebecca Gablé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien