Regina Caeli
Regina caeli, lat. für Königin des Himmels, Himmelskönigin, in Mittellatein häufig auch Regina coeli geschrieben, ist ein Ehrentitel für Maria, die Mutter Jesu, und der Beginn einer Marianischen Antiphon im Stundengebet der Kirche.
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[Bearbeiten] Marientitel
Der theologische Gehalt des marianischen Ehrentitels Regina caeli liegt in dem Glauben, dass Maria als Mutter Gottes an der himmlischen Herrlichkeit ihres auferstandenen Sohnes teilhat. Das wichtigste lehramtliche Dokument über das Königtum Marias ist die Enzyklika Ad Caeli Reginam (11. Oktober 1954) von Papst Pius XII., der die biblischen, patristischen, theologischen und liturgischen Grundlagen des marianischen Titels erläutert. Auf diese Lehraussagen bezog sich das Zweite Vatikanische Konzil in seiner Dogmatischen Konstitution über die Kirche: Maria wurde „als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein“.[1]
[Bearbeiten] Marianische Antiphon
Die Marianische Antiphon Regina caeli wird im kirchlichen Stundengebet während der Osterzeit entweder nach der Vesper oder nach der Komplet gesungen - je nachdem, welche dieser beiden Horen die letzte ist, die in Gemeinschaft gefeiert wird. Der Text und die gregorianische Melodie sind seit dem 12. Jahrhundert überliefert.
Der Text der Antiphon und der Oration lauten:
| lateinisch | deutsch |
|---|---|
|
Regina caeli, laetare, alleluia. |
Himmelskönigin, freue Dich, Halleluja. |
Wird das Regina caeli in der Osterzeit anstelle des Angelus gebetet, so fügt man an:
| lateinisch | deutsch |
|---|---|
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Gaude et laetare, Virgo Maria, alleluia. |
Freu Dich und frohlocke, Jungfrau Maria, Halleluja, |
[Bearbeiten] Bearbeitungen der Antiphon
Im Stammteil des Gotteslobs ist unter Nr. 576 eine aus Konstanz stammende Bearbeitung („Freu dich du Himmelskönigin“) aus dem 16. Jahrhundert abgedruckt. Jede Strophe - insgesamt sind es vier - greift einen der vier Sätze der Antiphon auf. Im Eigenteil der Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg findet man unter Nr. 894 eine freie Übersetzung von Christoph von Schmid („O Mutter Jesu, freue dich“).[2]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 21. November 1964, Nr. 59
- ↑ Gotteslob Nr. 576 und 894 (Eigenteil Rottenburg-Stuttgart und Freiburg)