Reichsombudsschaft in Grönland

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Die Reichsombudsschaft in Grönland (dänisch Rigsombudsmanden i Grønland) wird auch als dänisches Hochkommissariat in Grönland bezeichnet. Der „Ombudsmann“ ist höchster Repräsentant und Leiter der dänischen Reichsverwaltung auf Grönland gemäß dem Gesetz zur Selbstverwaltung im weitgehend autonomen Grönland. Er ist direkt dem dänischen Staatsministerium (entspricht dem deutschen Bundeskanzleramt) unterstellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Ergebnis von Verhandlungen einer dänisch-grönländischen Kommission zur Autonomie Grönlands wurde 1978 eine entsprechende Verordnung vom Folketing verabschiedet. Bei der darauf folgenden Volksabstimmung in Grönland am 17. Januar 1979 sprach sich die große Mehrzahl der Grönländer für ein Autonomiegesetz aus. Am 1. Mai 1979 erlangte Grönland schließlich seine Selbstverwaltung und die innere Autonomie mit eigenem Parlament und eigener Regierung. Das Amt des Rigsombudsmanden i Grønland als höchstem Repräsentanten und Leiter der dänischen Reichsverwaltung auf Grönland wurde in diesem Zusammenhang geschaffen.

Reichsombudsmänner in Grönland[Bearbeiten]

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Torben Hede Pedersen 1. Mai 1979 13. Juli 1992
Steen Spore 1. August 1992 1. Juli 1995
Gunnar Martens 1. Juli 1995 31. März 2002
Peter Lauritzen 1. April 2002 31. März 2005
Søren Hald Møller 1. April 2005 31. Januar 2011
Mikaela Engell 1. Februar 2011 amtierend

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]