Reichsrennfahne

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Reichsrennfahne, heraldische Darstellung (Wappenbanner)

Die Reichsrennfahne wurde vom Reichsmarschall bzw. dessen Truppen neben dem Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches des Kaisers getragen.

Sie beschreibt sich: Geteilt von Schwarz und Silber zwei schräggekreuzte rote Schwerter.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Funktion und Geschichte

Sie ist das persönliche Feldzeichen des römisch-deutschen Kaisers und zeigt ihn in der Schlacht, in Unterscheidung zur schwarz-gelben Reichssturmfahne, die den Feldherrn und die Ritter des Reiches begleitet.

Das Reichsmarschallamt, und damit auch das Reichsbanneramt, hatte die Familie derer von Pappenheim vermutlich ab 1100, urkundlich seit 1141 inne. Leopold I. verlieh das Erzamt der neunten Kur (Hannover)[2], die 1692 an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg ging. Das Erbbanneramt ging an die Herzöge von Württemberg, die Reichsrennfahne kam zum Kurhaus von Sachsen, und damit gingen die roten Schwerter auf Schwarz-Weiß in das Wappen des Kurfürstentum Sachsen ein.

[Bearbeiten] Andere wichtige Fahnen des Reiches

War flag of the Holy Roman Empire (1200-1350).svg Die frühe Reichsfahne der Kreuzritterzeit: Auf Rot das silberne Kreuz, später allgemeines Symbol der Reichszugehörigkeit (hier als Sturmfahne)
Banner of the Holy Roman Emperor (after 1400) Haloes.jpg Reichsbanner, die Standarte des Reiches: In Gold ein schwarzer Adler (hier: Flagge, die jünger, doppelköpfig nimbierte Form)
Catholic League (Germany).svg

Als Feldzeichen verwendet das Heer der Neuzeit seit dem 16. Jh. zusätzlich noch das Madonnenbild[3][4] (hier: bayerische Madonna, Katholische Liga, Dreißigjähriger Krieg)

[Bearbeiten] Literatur

  • Ernst Schubert: König und Reich. Studien zur spätmittelalterlichen deutschen Verfassungsgeschichte. (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte Bd. 63; zuvor Habil.-Schrift) Göttingen 1979, S. 358-366 (König und Reich in der heraldischen Farbensprache)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Reichsrennfahne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wortlaut der Blasonierung zum heutigen Wappen des Landkreis Wittenberg
  2. Fahne [1]. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 6. Leipzig 1906, S. 267–268. (zeno.org)
  3. Peter Diem: Rot-Weiß-Rot durch die Jahrhunderte. Die wahre Geschichte der österreichischen Farben. Abgerufen am 15. Mai 2009 (auch pdf).
  4. Alfred Mell: Die Fahnen der österreichischen Soldaten im Wandel der Zeiten. Bergland, Wien 1962, S. 29 – nach Diem
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