Andreaskreuz
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Der Heilige Andreas mit seinem Kreuz
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Das Andreaskreuz (lateinisch crux decussata zu lat. decusso aus decem u. asses: Zehn Asse, Zehnerzahl, in der Form eines X) ist ein Kreuz mit zwei diagonal verlaufenden sich kreuzenden Balken.
Der Name verweist auf den Apostel Andreas, der an einem solchen Kreuz als Märtyrer gestorben sein soll, wie Berichte aus dem 4. Jahrhundert nahelegen. Das Diagonalkreuz ist daher zum Attribut dieses Apostels geworden und fand in der Religion und speziell in der spätmittelalterlich christlichen Ikonographie seinen Niederschlag. Ursprünglich Symbol der gekreuzten Hölzer des Feueropferaltars ist es etwa auch in Darstellungen der Opferung Isaaks zu finden.[1] Enthalten ist in ihm auch der griechische Buchstabe Chi (Χ) als Symbol für Christus, wie etwa auch im Christusmonogramm. Vor allem in frühchristlicher Zeit wurde das Andreaskreuz denn auch häufig für den Namen Christi z.B. als Erkennungszeichen verwendet.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bildergalerie
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Fachwerkbau: Andreaskreuz im Fachwerk.
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Nationales und politisches Symbol: Carlistenkreuz.
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Nationales und politisches Symbol: Flagge Schottlands.
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Nationales und politisches Symbol zusammen mit weiteren entsprechenden Symbolen (St.-Patricks-Kreuz, Georgskreuz) in eine Flagge integriert: Union Jack.
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Andreaskreuz (als St.-Patricks-Kreuz) in der Flagge Jerseys
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Andreaskreuz in der Flagge der russischen Marine
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Bulgarische Luftwaffe 1938-1944
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Andreaskreuz in den Kriegsflaggen der Konföderierten Staaten von Amerika
[Bearbeiten] Fachwerkbau
Das Andreaskreuz ist eines der Grundprinzipien in Fachwerkkonstruktionen: In Konstruktionen aus einzelnen Stäben mit gelenkigen Verbindungen müssen rechteckige Formen durch schräge Stäbe ausgesteift werden, damit sie sich nicht verformen können. Wenn die aussteifenden Bauteile nur Zugkräfte aufnehmen können (z. B. Stahlseile) oder nur Druckkräfte (z. B. traditionell verbundene Holzbalken), dann können durch eine Aussteifung in Form des Andreaskreuzes alle Horizontalkräfte in der Ebene des Elementes aufgenommen werden.
Im Fachwerk eines Fachwerkhauses ist das Andreaskreuz außerdem eine Schmuckform, die nur sekundär oder gar nicht zur Aussteifung des Gebäudes benötigt wird. Sie findet sich häufig in Brüstungsgefachen unterhalb der Fenster der oberen Stockwerke und wurde auch mit geschweiften Balken ausgeführt, dann wird sie auch als Feuerbock bezeichnet. Hauptsächlich in Fachwerkhäusern des 19. Jahrhunderts wurden auch geschosshohe Gefache mit Andreaskreuzen in hoher gestreckter Form ausgeführt.
Auch zur Kennzeichnung, der sogenannten Aufzählung der Bauhölzer (Zimmermannszeichen) im Fachwerksbau werden Andreaskreuze benutzt. Hier sind sie als Zahl 10 des Römischen Zahlensystems verbreitet.[3]
[Bearbeiten] Gefahrsymbol
In der Chemie symbolisiert das Andreaskreuz als Gefahrensymbol reizende (Xi) oder gesundheitsschädliche (Xn) Stoffe.
Im Bergbau weisen Andreaskreuze auf die von Altmännern ausgehenden Gefahren hin.
[Bearbeiten] Fahnen und Wappen
Eine Abwandlung ist das so genannte Burgundische Andreaskreuz. Es ist in der Heraldik auch als Burgunderkreuz verbreitet. Hierbei handelt es sich um die mehr oder weniger stilisierte Darstellung zweier gekreuzter, nur roh zugeschnittener Äste.
In der Wappenkunde wird das Andreaskreuz auch Schragen, bzw. Schragenkreuz genannt. Die kreuzweise angeordneten gemeinen Figuren liegen dann schragenweise – oder schräggekreuzt. Das Kreuz kann auch als Heroldsbild im Wappen vorkommen und folgt der möglichen Darstellung von Kreuzen. Ein älterer heraldischer Ausdruck ist Schildzehner in Anlehnung an die römische Zehn (X), die die Form des Andreaskreuzes widerspiegelt. In einer schmalen und kleineren Ausführung verwendet der Heraldiker den französischen Begriff flanchis.
- Das Kreuz ist nationales Symbol in der Flagge Schottlands und als dieses auch in die britische Nationalflagge, den Union Jack, eingegangen.
- Außerdem ist das Andreaskreuz als traditionelles orthodoxes Symbol Teil der (ebenfalls blau-weißen) imperialen Flagge Russlands geworden.
- Das rote Andreaskreuz ist – in der Form des Burgundischen Andreaskreuzes – die spanische Kriegsflagge bis 1843 und bis heute das Symbol der carlistischen Bewegung.
[Bearbeiten] Burgunderkreuz
Kreuz von Burgund (auch genannt Cruz de Borgoña jetzt in Spanien) ist ein spanischer Wappentier, obwohl aus dem Burgund, die von einem roten Kreuz von St. Andrew mit Niederlassungen geschnitten Knoten übersät besteht. Dieses Emblem ist Teil der Wappen und Flaggen von Spanien, Land und Meer seit 1506, unter Philipp dem Schönen, bis heute, wo es immer noch ein wichtiger Teil der Arme des Königs von Spanien.
Es ist auch die Herkunft der unverwechselbaren Symbol, dass der Schwanz des Kämpfers in Spanien markiert. Mehrere spanische Historiker zeigen, dass der Luftverkehr Malerei das Kreuz von Burgund auf das Flugzeug zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges im Auftrag von General Franco begonnen. Wappen von König Juan Carlos I. von Spanien
Das Kreuz wurde das Emblem von Burgund von Burgund von Johann I. von Burgund, sagt Johann ohne Furcht, Herzog von Burgund, Graf von Flandern, Artois, Pfalzgraf von Burgund (das heißt, Franche-Comté) (1371-1419). Kreuz von Burgund neben den Flaggen von Puerto Rico und den Vereinigten Staaten in Fort San Cristobal in San Juan, Puerto Rico
Es war König Philipp dem Schönen, das im Jahre 1506 nach seiner Heirat mit Königin Johanna von Kastilien, Spanien eingeführt das Emblem des Hauses seiner Mutter, Maria von Burgund.
Flaggenkunde das Kreuz als Symbol von Burgund wurde in großem Stil in Amerika in der spanischen Reiches verwendet werden, bis die Einrichtung im Jahr 1785 von der spanischen Flagge.
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Flagge von Tercios Morados Viejos. -
Flagge von Tercios Morados Viejos (1670).
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Spanisch Handelsflagge in abgeschafft 1762. -
Spanisch Handelsflagge in Flandern verwendet. -
Flagge von Tercio de Ambrogio Spinola bis 1621. -
Flagge von Tercio de Alburquerque. -
Flagge von Florida (USA).
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Flagge von Alabama (USA).
[Bearbeiten] Verkehrszeichen
Das Andreaskreuz wird als Verkehrszeichen oder als Symbol auf Verkehrszeichen verwendet und zwar:
- als Vorschriftzeichen (Zeichen 201 der StVO) unmittelbar vor Bahnübergängen mit der Bedeutung „Dem Schienenverkehr Vorrang gewähren“,
- als Symbol auf dem Haltverbotszeichen (Zeichen 283 der StVO) mit der Bedeutung (absolutes) „Haltverbot auf der Fahrbahn“

- als Symbol auf dem Gefahrzeichen (Zeichen 102 der StVO) mit der Bedeutung: „Kreuzung oder Einmündung mit Vorfahrt von rechts“

Das Andreaskreuz am Bahnübergang besteht aus zwei gekreuzten weißen Balken mit roten Enden. Ein Blitzpfeil in der Mitte zeigt an, dass die Bahnstrecke eine elektrische Oberleitung besitzt. Ggf. zeigt ein Zusatzzeichen mit einem schwarzen Pfeil an, dass das Andreaskreuz nur für den Straßenverkehr in Richtung dieses Pfeils gilt. In Hafen- und Industriegebieten kann ein Zusatzschild mit der Aufschrift „Hafengebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang“ oder „Industriegebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang“ angebracht sein. An Bahnübergängen mit Andreaskreuz haben Schienenfahrzeuge Vorrang; der Straßenverkehr darf sich dem Bahnübergang nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern. Straßenfahrzeuge müssen vor dem Andreaskreuz warten, wenn
- sich ein Schienenfahrzeug nähert,
- rotes Blinklicht oder gelbe oder rote Lichtzeichen gegeben werden,
- die Schranken sich senken oder geschlossen sind,
- ein Bahnbediensteter Halt gebietet.
Bis zu 10 m vor dem Andreaskreuz ist das Halten unzulässig, wenn es dadurch verdeckt wird. Vor und hinter dem Andreaskreuz ist innerhalb geschlossener Ortschaften bis zu je 5 m, außerhalb geschlossener Ortschaften bis zu je 50 m das Parken unzulässig.
[Bearbeiten] Wegzeichen
Das Andreaskreuz wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts deutschlandweit als Wegzeichen bei der Markierung von überregionalen Wanderwegen und Hauptwanderstrecken verwendet. Erdacht hat dieses Symbol zur Markierung von Wanderwegen der Hagener Ingenieur Robert Kolb.
[Bearbeiten] BDSM-Szene
In der BDSM-Szene wird es im Rahmen von Bondage- und SM-Praktiken verwendet.
Das bis zu ca. 2,40 m hohe Kreuz wird aus Holz oder Metall gefertigt und hat an den Balkenenden Ösen oder Haken zur Fixierung von Armen und Beinen mittels Seilen, Ketten, Handschellen oder Ähnlichem. Die Konstruktionen sind teilweise zwecks leichteren Transports oder Platzersparnis zerlegbar, häufig sind sie auch mit Leder oder Kunstleder gepolstert. Andreaskreuze werden im BDSM-Bereich häufig an Wänden befestigt, es existieren aber auch Ausführungen, die frei im Raum aufgestellt werden können.
[Bearbeiten] Siehe auch
- X (Begriffsklärung)
- Kreuzchen, das Schriftzeichen
[Bearbeiten] Einzelnachweis
- ↑ Gerd Heinz-Mohr: Lexikon der Symbole. Bilder und Zeichen der christlichen Kunst, S. 177. Eugen Diederichs Verlag, München, Neuausg. 1998, ISBN 3-424-01420-6.
- ↑ Brockhaus Enzyklopädie, 19. Aufl. 1987, Bd. 1, S. 559, Bd. 4, S. 562; Encyclopedia Britannica, 15. Aufl. 1993, Bd.1, S. 391.
- ↑ Tabellenbuch für das Bau- und Holzgewerbe, Fachbuchverlag GmbH Leipzig, 1951
