Reiner Zimnik

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Reiner Zimnik (* 13. Dezember 1930 in Beuthen/Oberschlesien als Reinhard Karl Zimnik) ist ein deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Reiner Zimnik ist der Sohn eines Beamten. Er absolvierte eine Schreinerlehre, die er 1949 mit der Gesellenprüfung abschloss. Anschließend besuchte er in Landshut ein Gymnasium, an dem er 1952 die Reifeprüfung ablegte. Von 1952 bis 1956 studierte er Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Josef Oberberger, wo er nach wie vor ansässig ist.

Reiner Zimnik ist bekannt geworden als Verfasser von Erzählungen für Kinder und Erwachsene, in denen moderne Thematik, romantisch-märchenhafter Stil und die Federzeichnungen des Autors eine unverwechselbare Verbindung eingehen. Vor allem die Geschichten um Jonas den Angler, den einzelgängerischen „Lektro“ und die Figur des „Sebastian Gsangl“ wurden ab Mitte der 1950er Jahre – in der Frühzeit des deutschen Fernsehens – dank der Ausstrahlung als Fernseherzählungen oder Zeichengeschichten ein großer Erfolg. Zimniks Freunde Kurt Wilhelm, Rolf Alexander Wilhelm und Joachim Fuchsberger steuerten hierbei Regie, Musik und das gesprochene Wort bei. 1972 vereinigte sich das erfolgreiche Quartett noch einmal, um bei der DGG eine Sprechplatte mit Musik und Illustrationen zu zwei modernen Märchen Zimniks herauszubringen. Seit den 1980er Jahren arbeitet Zimnik nur noch als bildender Künstler; den Schwerpunkt seiner Arbeit bildet seitdem die Naturstudie und das Aquarell.

Reiner Zimnik, der Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller ist, erhielt u.a. 1958 den Literaturpreis der Landeshauptstadt München und den Eichendorff-Literaturpreis, 1961 ein Villa-Massimo-Stipendium sowie 1993 den Schwabinger Kunstpreis.

Werke[Bearbeiten]

  • Der Bär und die Leute, München 1954
  • Jonas der Angler, München 1954
  • Xaver der Ringelstecher und das gelbe Roß, München 1954
  • Der Kran, Berlin 1956
  • Der stolze Schimmel, Berlin 1956
  • Alle sagen Dickerchen, München 1956
  • Der Regen-Otto, München 1958
  • Die Trommler für eine bessere Zeit, Berlin 1958
  • Die Geschichte vom Käuzchen, München 1960 (zusammen mit Hanna Axmann-Rezzori)
  • Der kleine Brülltiger, Berlin 1960
  • Der Bär auf dem Motorrad, München 1962
  • Geschichten vom Lektro, Berlin 1962
  • mit Hanne Axmann:Die Geschichte vom Käuzchen, Diogenes, Zürich 1963.
  • Lektro und die Feuerwehr, Zürich 1964
  • Neue Geschichten vom Lektro, Berlin 1964
  • Lektro und der Eiskönig, Zürich 1965
  • Die Ballade von Augustus und den Lokomotiven, Zürich 1967
  • Der kleine Millionär, Zürich 1969
  • Professor Daniel J. Koopermans' Entdeckung und Erforschung des Schneemenschen, Zürich 1971
  • Bills Ballonfahrt, Diogenes, Zürich 1972, ISBN 3-257-25028-2.
  • Sebastian Gsangl, Zürich 1975
  • Winterzeichnungen, Zürich 1975
  • Das große Reiner-Zimnik-Geschichtenbuch, Zürich 1980 (Erweiterte Neuausgabe 2003)
  • Baumlegenden, München 1990

Ausstellungskataloge[Bearbeiten]

  • Reiner Zimnik, Abgründe, Karlsruhe 1975
  • Reiner Zimnik, Winterzeichnungen, Zürich 1975
  • Sempé, Zimnik: Zeichnungen, Grefrath/Kreis Viersen 1978
  • Reiner Zimnik, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen, München 1979
  • Reiner Zimnik, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen, München 1982
  • Reiner Zimnik, Zeichnungen, Regensburg 1988
  • Ausstellung Reiner Zimnik, München 1991
  • Ausstellung Reiner Zimnik, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen, München 1995
  • Ausstellung Reiner Zimnik, Retrospektive zum 70. Geburtstag, München 2001

Illustrierte Bücher[Bearbeiten]

Fernsehen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Jonas der Angler
  • Der Kran
  • Trommler für eine bessere Zeit
  • Lektro (Reihe)
  • Entdeckung des Schneemenschens
  • Die Maschine
  • Sebastian Gsangl

Sprechplatten[Bearbeiten]

  • Jonas der Angler / Lektro: Die verschwundene Melodie. Joachim Fuchsberger liest moderne Märchen von Reiner Zimnik (Illustrationen: Reiner Zimnik), Deutsche Grammophon 1972

Literatur[Bearbeiten]

  • Kunstverein Darmstadt: Deutsche Radierer der Gegenwart. Darmstadt 1978, S. 116f. ISBN 3761081219

Weblinks[Bearbeiten]