Remexio

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Ort Remexio. Für den Subdistrikt siehe Remexio (Subdistrikt).
Remexio
Remexio (Osttimor)
Remexio
Remexio
Koordinaten 8° 37′ S, 125° 40′ O-8.6166666666667125.66666666667Koordinaten: 8° 37′ S, 125° 40′ O
Aileu subdistricts.png
Basisdaten
Staat Osttimor

Distrikt

Aileu
Subdistrikt Remexio
Suco Acumau
Höhe 918 m

Remexio ist der Hauptort des osttimoresischen Subdistrikts Remexio im Distrikt Aileu.

Geographie[Bearbeiten]

Klimadiagramm[1]

Zur Landeshauptstadt Dili sind es vom Ort Remexio im Suco Acumau aus in Luftlinie etwa 10 km nach Nordwesten (26 Straßenkilometer), zur Distriktshauptstadt Aileu etwa 18 km nach Südwest. Die nördliche Küste ist nur 6 km entfernt. Remexio liegt trotzdem bereits 918 m über dem Meer. Eine Überlandstraße durchquert Remexio von West nach Ost und verbindet es mit Laclo im Osten und Dili im Nordwesten. Im Westen zweigen sich von ihr Überlandstraßen nach Lequidoe im Süden und Aileu im Südwesten. Nah dem Ort Remexio liegen die Dörfer Fatumanaro (Fatu Manaru) und Aimerahun. In Remexio gibt es eine Grundschule, eine prä-sekundäre Schule (Escola Presecundaria Acumau),[2] ein kommunales Gesundheitszentrum und einen Hubschrauberlandeplatz.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Remexio war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründete sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Remexio, Laclo, Aileu und Dili bot. Außerdem gab es in Remexio ein Umerziehungslager (Renal), in dem Verdächtigte von der FALINTIL inhaftiert wurden. Aufgrund der schlechten Versorgung starben einige der Insassen. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört.[4]

Von 1978 bis Ende 1979 gab es beim Ort Remexio ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten. Hier lebten 4.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen, die von Journalisten dokumentiert wurden. Sie hatten das Camp zusammen mit elf ausländischen Botschaftern und dem damaligen indonesischen Außenminister Mochtar Kusumaatmadja am 6. und 7. September 1978 besucht. Fotos von unterernährten Erwachsenen und Kindern aus dem Camp wurden weltweit in Zeitungen veröffentlicht. Viele Menschen starben an Hunger und Durchfallerkrankungen.[4]

Partnerschaft[Bearbeiten]

Zwischen dem Subdistrikt Remexio und dem australischen Ort Kangaroo Valley (New South Wales) besteht eine Partnerschaft.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seeds of Life
  2. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  3. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  4. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)