Remexio

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Subdistrikt Remexio
Remexio (Osttimor)
Red pog.svg
Hauptstadt Remexio
Fläche 212,09 km²[1]
Einwohnerzahl 10.055 (2010)[1]
Sucos Einwohner (2010)[2]
Acumau 2.375
Fadabloco 1.642
Fahisoi 1.183
Faturasa 1.053
Hautoho 924
Liurai 365
Maumeta 493
Tulataqueo 2.020
Übersichtskarte
Verwaltungsgliederung von Aileu
Lage des Distrikts Aileu

Remexio ist der Hauptort des Subdistrikts Remexio im osttimoresischen Distrikt Aileu.

Der Ort[Bearbeiten]

Zur Landeshauptstadt Dili sind es vom Ort Remexio im Suco Acumau aus in Luftlinie etwa 10 km nach Nordwesten (26 Straßenkilometer), zur Distriktshauptstadt Aileu etwa 18 km nach Südwest. Die nördliche Küste ist nur 6 km entfernt. Remexio liegt trotzdem bereits 918 m über dem Meer. Eine Überlandstraße durchquert Remexio von West nach Ost und verbindet es mit Laclo im Osten und Dili im Nordwesten. Im Westen zweigen sich von ihr Überlandstraßen nach Liquidoe im Süden und Aileu im Südwesten. Nah dem Ort Remexio liegen die Dörfer Fatumanaro (Fatu Manaru) und Aimerahun. In Remexio gibt es eine Grundschule, eine prä-sekundäre Schule (Escola Presecundaria Acumau),[3] ein kommunales Gesundheitszentrum und einen Hubschrauberlandeplatz.[4]

Der Subdistrikt[Bearbeiten]

Der Ort Remexio liegt im Nordwesten des Subdistrikts

Der Subdistrikt Remexio liegt im Nordosten des Distrikts Aileu. Im Westen liegen die Subdistrikte Laulara und Aileu, im Süden Lequidoe, im Osten der Distrikt Manatuto und im Norden der Distrikt Dili.

Remexio teilt sich in acht Sucos auf: Acumau (Asumau), Fadabloco (Fadabloko), Fahisoi, Faturasa, Hautoho (Hautuho, Mau-toho), Liurai (Suku Liurai), Maumeta (Mau-meta) und Tulataqueo (Tulataqeo, Tulatakeu). Die Sucos Aicurus und Rileu wurden mit der Gebietsreform 2004 aufgelöst.

Weitere Orte im Subdistrikt sind Caimauc Quic (Caimauc, Caimau), Asu Mau und Sukuliurai.

Im Subdistrikt leben 10.055 Einwohner (2010, 2004: 9.493[5]). Der Altersdurchschnitt beträgt 17,2 Jahre (2010,[1] 2004: 16,1 Jahre[6]). Die größte Sprachgruppe hier bilden die Sprecher der Nationalsprache Mambai.

79 % der Haushalte bauen Maniok an, 77 % Mais, 73 % Kaffee, 52 % Gemüse und 53 % Kokosnüsse.[2]

Der Administrator des Subdistrikts wird von der Zentralregierung in Dili ernannt. Im Februar 2014 ist dies Carlos de Araújo.[7]

Zwischen dem Subdistrikt Remexio und dem australischen Ort Kangaroo Valley (New South Wales) besteht eine Partnerschaft.

Geschichte[Bearbeiten]

Caimauc Quic war früher unter dem Namen Caimau eines der beiden traditionellen Reiche in Remexio, die von einem Liurai regiert wurden.

Während des Zweiten Weltkrieg wurde Portugiesisch-Timor von den Japanern besetzt und Schauplatz der Schlacht um Timor, in der australische Kommandos und ein Teil der Bevölkerung in Guerillataktik gegen die Besatzer kämpften. Am 22. Mai 1942 geriet ein japanischer Major, der der Tiger von Singapur genannt wurde, mit seiner Einheit bei Remexio in zwei Hinterhalte von Australiern mit timoresischen und portugiesischen Helfern. Der Tiger kam dabei ums Leben.

Remexio war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründete sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Remexio, Laclo, Aileu und Dili bot. Hier gab es auch ein Umerziehungslager (Renal), in dem Verdächtigte von der FALINTIL inhaftiert wurden. Aufgrund der schlechten Versorgung starben einige Insassen. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört.[9]

Von 1978 bis Ende 1979 gab es beim Ort Remexio ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten. Hier lebten 4.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen, die von Journalisten dokumentiert wurden. Sie hatten das Camp zusammen mit elf ausländischen Botschaftern und dem damaligen indonesischen Außenminister Mochtar Kusumaatmadja am 6. und 7. September 1978 besucht. Fotos von unterernährten Erwachsenen und Kindern aus dem Camp wurden weltweit in Zeitungen veröffentlicht. Viele Menschen starben an Hunger und Durchfallerkrankungen. Zwischen 1970 und 1980 sank die Bevölkerungszahl von Remexio von 7.851 auf 4.880 um 37,8 %.[9]

Am 6. September 1999 wurde der gesamte Subdistrikt durch pro-indonesische Milizen verwüstet. Nur wenige Tage vorher hatte sich die Bevölkerung Osttimors in einem Referendum für die Unabhängigkeit von Indonesien ausgesprochen. Häuser und öffentliche Einrichtungen, wie Schulen, wurden niedergebrannt. Auch die Wasserleitung und die Stromgeneratoren wurden zerstört.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Remexio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF; 2,7 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  4. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  5. Direcção Nacional de Estatística Zensus 2004
  6. Direcção Nacional de Estatística: Census of Population and Housing Atlas 2004 (PDF; 14,0 MB)
  7. Descentralização Administrativa na República Democrática de Timor-Leste: Remexio, abgerufen am 7. Februar 2014
  8. a b Seeds of Life
  9. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)

-8.6166666666667125.66666666667Koordinaten: 8° 37′ S, 125° 40′ O