Res Strehle

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Andreas «Res» Strehle (* 25. März 1951) ist ein Schweizer Journalist und Chefredaktor des Tages-Anzeigers.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Res Strehle ist Sohn eines Anwalts und Divisionsrichters,[1] studierte an der Hochschule St. Gallen Wirtschaftswissenschaften und promovierte über Interdisziplinarität in den Sozialwissenschaften. Anschliessend war er im Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon verantwortlich für die Medienarbeit. 1981 gehörte er zu den Gründern der Wochenzeitung WOZ. Ab 1985 war er als freier Autor und Dozent an verschiedenen Hochschulen tätig.[2] Ab 1998 war er Wirtschaftschef der Weltwoche, anschliessend stellvertretender Chefredaktor, später Chefredaktor und Geschäftsführer des Magazins des Tages-Anzeigers.

Von 1. Mai 2009 bis November 2012 war Strehle mit Markus Eisenhut Co-Chefredaktor des Tages-Anzeigers. Seit 6. November 2012 leitet Strehle die zusammengeführte Redaktion des Tages-Anzeigers, die die bisherige Redaktion der Zeitung sowie die Redaktion des Nachrichtennetzwerks Newsnet umfasst.[3]

Im Februar/März 2013 veröffentlichte Philipp Gut in der Wochenzeitung Weltwoche eine Artikelserie, in der Strehle unter anderem vorgehalten wurde, er habe in den 1980er und 1990er Jahren Kontakte in die Szene des militanten Linksextremismus gehabt.[4][5][6][7] Strehle sprach in Hinblick auf die Vorwürfe von «politischem Kampagnenjournalismus» und reichte beim Schweizer Presserat Beschwerde gegen die Weltwoche ein.[8][9]

Res Strehle wohnt in Zürich.[10] Er hat einen erwachsenen Sohn.

Werke [Bearbeiten]

  • (zusammen mit Eugen Sorg) Mein Leben als 68er. Echtzeit, Basel 2008, ISBN 978-3-905800-18-0.
  • (zusammen mit anderen) Krise – welche Krise? ID-Archiv, Berlin 1995, ISBN 3-89408-045-0.
  • Wenn die Netze reissen: Marktwirtschaft auf freier Wildbahn. Rotpunktverlag, Zürich 1994, ISBN 3-85869-158-5.
  • Verschlüsselt: Der Fall Hans Bühler. Werd, Zürich 1994, ISBN 3-85932-141-2.
  • Kapital und Krise: Einführung in die Politische Ökonomie. Schwarze Risse, Berlin 1991, ISBN 3-924737-11-8.
  • (zusammen mit Gian Trepp und Barbara Weyermann) Ganz oben: 125 Jahre Schweizerische Bankgesellschaft. Limmat, Zürich 1987, ISBN 3-85791-119-0.
  • Damengambit: Die Frau im Bundesrat. Limmat, Zürich 1985, ISBN 3-85791-090-9.
  • Stufen sozialwissenschaftlicher Integration: Darstellung und Kritik bestehender und neuer Konzepte zur Integration der Sozialwissenschaften – Eine Vergleichsstudie. St. Gallen 1978 (Dissertationen / Hochschule St. Gallen. Nr. 680).

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Daniel Graf: Fundstück aus wilden Zeiten: Ein Portrait von Res Strehle (2001), Zürcher Studentin (ZS)
  2. Res Strehle auf der Website des Tages-Anzeigers
  3. Res Strehle übernimmt Gesamtleitung der konvergenten Tages-Anzeiger-Redaktion, Medienmitteilung der Tamedia vom 5. November 2012
  4. Der süsse Duft des Terrorismus, Die Weltwoche, Ausgabe 6/2013
  5. Der radikale Herr Strehle, Die Weltwoche, Ausgabe 7/2013
  6. Wer ist Res Strehle? Die Weltwoche, Ausgabe 8/2013
  7. Im Dienst der Revolution Die Weltwoche, Ausgabe 10/2013
  8. Der TA-Chefredaktor und die Kampagne, Tages-Anzeiger vom 9. Februar 2013
  9. Res Strehle gelangt wegen Weltwoche"-Artikel an Presserat, swissinfo.ch vom 6. März 2013
  10. Andreas Strehle. In: infocube.ch, abgerufen am 9. Mai 2013

Weblinks [Bearbeiten]