Resonanzkörper

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Der Resonanzkörper ist ein Hohlkörper, meist aus Holz oder Metall, dessen Aufgabe die Verstärkung von Klängen oder Tönen ist. Resonanzkörper sind Bestandteil vieler Musikinstrumente.

Der einseitig geschlossene Resonanzkörper ist abgestimmt auf 1/4 der Wellenlänge (für Schall in Luft 19 cm bei 440 Hz) und verstärkt die Lautstärke der Stimmgabel (ein Idiophon) erheblich.

Ein Resonanzraum ist Teil eines akustischen Resonators, meist ein Hohlraum mit ganz bestimmten Abmessungen. Er ist ein schwingfähiges System, dessen Komponenten auf einen Satz bestimmter Eigenfrequenzen abgestimmt sind. Einmal angeregt, schwingt der Resonator mit einem Gemisch dieser Frequenz aus (siehe auch Resonanz (Physik))

Je kleiner der Hohlraumresonator, desto höher liegen die Eigenfrequenzen. Deshalb ist ein Kontrabass immer erheblich größer als eine Geige. Bei einem Musikinstrument bemüht man sich, durch komplizierte Formgebung möglichst unterschiedliche Schwingungsmoden zu ermöglichen, damit jeder gespielte Ton etwa gleich laut erscheint.

Unabhängig von seiner Form schwingt der Resonanzkörper immer in der gewünschten Frequenz, also Tonhöhe, des angesprochenen Bauteils (z. B. einer Saite) mit und gibt diese Schwingung verstärkt an die Luft ab. Bei Musikinstrumenten, auf denen man mehrere Tonhöhen spielen kann, lässt sich diese Eigenfrequenz durch geeignete Modifikationen variieren (z. B. durch Festhalten einer Saite eines Saiteninstruments), und/oder es sind mehrere verschiedene Bauteile mit verschiedenen Eigenfrequenzen vorhanden, die bei Bedarf angeregt werden können (z. B. verschiedene Saiten bei Saiteninstrumenten, verschiedene Orgelpfeifen o. ä.). Hierbei ist der Resonanzkörper so konstruiert, dass er ein Spektrum von Eigenfrequenzen aufweist, das idealerweise den gesamten Tonumfang des Instruments abdeckt; dann schwingt der Resonanzkörper bei allen mit dem Instrument erzeugbaren Tonhöhen gut mit.

Der Resonanzkörper ist bei folgenden Musikinstrumenten ein maßgeblicher Bestandteil:

Keinen Resonanzkörper haben

Vereinzelt bestehen Resonanzkörper auch aus anderen Materialien, beispielsweise Glas bei der Glasharfe und Glasharmonika. Der (textile) Trichter eines Grammophons besitzt Merkmale eines Membranophons beziehungsweise eines Idiophons – jedoch wird die anregende Frequenz dem Klangkörper vorgegeben. Er kann deshalb als Resonanzkörper beschrieben werden.