Rick Astley

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Rick Astley in Singapur, 2008

Richard „Rick“ Paul Astley (* 6. Februar 1966 in Newton-le-Willows, Lancashire, heute Merseyside) ist ein britischer Sänger. Er feierte zwischen 1987 und 1993 große Charterfolge, u. a. mit den Titeln Never Gonna Give You Up, Whenever You Need Somebody, Take Me to Your Heart und Cry for Help.

Biografie[Bearbeiten]

Rick Astley ist als jüngstes von vier Kindern im Norden Englands aufgewachsen. Sein Vater führte ihn früh an die Musik heran und meldete ihn im Kirchenchor an. Schon in der frühen Kindheit gründete er erste Bands. Als er mit Schulfreunden die Band FBI gründete und mit ihr einige Konzerte in der Umgebung seiner Heimat gab, wuchs der Bekanntheitsgrad von Astley langsam an. Kurze Zeit später bekam er erste Angebote von Musikproduzenten. Seine Bandkollegen unterstützten ihn in seinen Bestrebungen zu einer Solokarriere, so dass Astley FBI verließ und sich der Hitfabrik von Pete Waterman (Stock Aitken Waterman) anschloss, die unter anderem auch Kylie Minogue und Samantha Fox zu Popstars machte.

Mitte 1987 wurde seine Debütsingle Never Gonna Give You Up im typischen Euro-Disco-Sound veröffentlicht, mit der er zunächst in England und später in 15 weiteren Ländern (u. a. in den USA und Deutschland) für längere Zeit die Spitze der Charts eroberte. An diesen Erfolg knüpfte auch die zweite Single und das darauf folgende Album Whenever You Need Somebody an. In den nächsten zwölf Monaten war Astley einer der erfolgreichsten Künstler in Großbritannien und räumte bei den BPI Awards den Titel für die beste Single Never Gonna Give You Up ab und wurde in den USA für einen Grammy nominiert. Auch die weiteren Single-Auskopplungen aus dem Album erreichten in vielen Ländern Top-Ten-Platzierungen.

Astleys zweites Album Hold Me in Your Arms erschien Ende 1988 und knüpfte nahtlos an die ersten Hits an. 1989 und 1990 führte ihn seine erste Welttournee durch Europa, die USA, Asien und Australien.

Nachdem er sich von Waterman getrennt hatte, brachte er Anfang 1991 sein drittes, künstlerisch etwas ambitionierteres Album Free auf den Markt, bei dem unter anderem Elton John, Michael McDonald und Climie Fisher mitwirkten. Mit der LP und auch den Single-Auskopplungen konnte er noch mal einige Erfolge in England, den USA und einigen europäischen Ländern verbuchen. An die Erfolge der ersten Platten konnte er jedoch nicht mehr anknüpfen.

Als im Sommer 1993 Astleys viertes Album Body and Soul, an dem wieder bekannte Kollegen wie Lisa Stansfield oder erneut Climie Fisher mitarbeiteten, erschien, hatten sich seine Prioritäten bereits ein wenig verschoben. Seine Frau und er bekamen eine Tochter. Die Musik mit dem Tourstress und den Arbeiten im Studio rückte er mehr in den Hintergrund. Das Album verkaufte sich schlecht, so dass sich auch die seriöse Musik-Presse, die nie besonders viel für Astleys Musik übrig hatte, bestätigt fühlte. Astley zog sich zunächst aus dem Musikbusiness zurück.

2000 begann er wieder mit den Aufnahmen eigener Songs. Im Herbst 2001 erschien auf Polydor seine Comeback-Single Sleeping, der wenig später das Album Keep it Turned On folgte. Beide erreichten in Großbritannien und weiten Teilen Europas die Charts, doch der große Erfolg blieb aus. Im Herbst 2002 kam noch ein Greatest-Hits-Album und Mitte 2004 eine Zusammenstellung seiner besten Love Songs heraus, die sich beide gut verkauften. In England gab er nach über zehn Jahren wieder einige Konzerte.

Internetphänomen „Rickrolling“[Bearbeiten]

Seit spätestens Mai 2007 existiert das Internet-PhänomenRickrolling“. Bei diesem Scherz werden Internetnutzer, meistens durch Vortäuschung einer Information, die großes Interesse weckt, auf ein Videoportal geleitet, auf dem ihnen das Musikvideo von Astleys Lied Never Gonna Give You Up präsentiert wird.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2008: MTV European Music Award Best Act Ever

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1987 Whenever You Need Somebody 1
(36 Wo.)
3
(22 Wo.)
2
(13 Wo.)
1
(34 Wo.)
10
(60 Wo.)
1988 Hold Me in Your Arms 3
(25 Wo.)
20
(2 Wo.)
11
(11 Wo.)
8
(19 Wo.)
19
(23 Wo.)
1991 Free 8
(21 Wo.)
24
(3 Wo.)
26
(3 Wo.)
9
(9 Wo.)
31
(18 Wo.)
1993 Body & Soul 185
(1 Wo.)
2001 Keep it Turned On 56
(1 Wo.)
2005 Portrait 26
(3 Wo.)
weitere Alben
  • 2003: Songwriter (New Song Demos) (Promo)

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Flag of the United Kingdom.svg UK
2002 Greatest Hits 16
(4 Wo.)
2008 Ultimate Collection 17
(3 Wo.)
weitere Kompilationen
  • 1989: 12" Collection
  • 1991: The Rick Astley Story (Weekend of April 5-7, 1991) (inkl. Interview) (2x 12inch-Vinyl)
  • 2000: Together Forever - Greatest Hits and More… (2 CDs)
  • 2002: Greatest Hits
  • 2003: Never Gonna Give You Up · The Best of Rick Astley
  • 2004: Love Songs
  • 2004: Platinum & Gold Collection
  • 2004: 12 Inch Collection (nur Japan)
  • 2005: Collections
  • 2007: Together Forever · The Best of Rick Astley (2 CDs)
  • 2008: Ultimate Collection
  • 2008: Playlist: The Very Best of Rick Astley
  • 2010: Free…Plus / Body & Soul…Plus (2 CDs)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1987 Never Gonna Give You Up 1
(21 Wo.)
4
(18 Wo.)
2
(16 Wo.)
1
(19 Wo.)
1
(24 Wo.)
1987 Whenever You Need Somebody 1
(17 Wo.)
4
(14 Wo.)
1
(11 Wo.)
3
(12 Wo.)
1987 When I Fall In Love / My Arms Keep Missing You 6
(14 Wo.)
21
(2 Wo.)
14
(5 Wo.)
2
(10 Wo.)
1988 Together Forever 5
(16 Wo.)
10
(12 Wo.)
14
(8 Wo.)
2
(9 Wo.)
1
(18 Wo.)
1988 It Would Take a Strong Strong Man 10
(16 Wo.)
1988 She Wants to Dance with Me 10
(18 Wo.)
12
(8 Wo.)
6
(10 Wo.)
6
(18 Wo.)
1988 Take Me to Your Heart 10
(16 Wo.)
16
(9 Wo.)
8
(10 Wo.)
1989 Hold Me in Your Arms 32
(7 Wo.)
10
(8 Wo.)
1989 Giving Up on Love 38
(10 Wo.)
1989 Ain't Too Proud to Beg 89
(3 Wo.)
1991 Cry for Help 14
(21 Wo.)
22
(4 Wo.)
7
(7 Wo.)
7
(20 Wo.)
1991 Move Right Out 52
(11 Wo.)
58
(2 Wo.)
81
(5 Wo.)
1991 Never Knew Love 70
(1 Wo.)
1993 The Ones You Love 54
(9 Wo.)
48
(2 Wo.)
1993 Hopelessly 33
(2 Wo.)
28
(20 Wo.)
2001 Sleeping 60
(7 Wo.)
69
(6 Wo.)
weitere Singles
  • 1986: Learning to Live (Without Your Love) (mit O'Chi Brown)
  • 1987: When You Gonna (als Rick und Lisa, mit Lisa Fabien)
  • 1987: My Arms Keep Missing You
  • 1988: Untitled
  • 1990: Dance Mixes (Maxi-Single mit 5 Tracks)
  • 1991: Wonderful You (Promo)
  • 2001: Keep It Turned On
  • 2010: Lights Out
  • 2012: Superman[2]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: Singles / Alben / Billboard 200
  2. Superman

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rick Astley – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien