Robert Otzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robert Otzen (1932)

Robert Otzen (* 9. Mai 1872 in Giesensdorf; † 3. Oktober 1934 in Hannover; vollständiger Name: Ehlert Robert Friedrich Otzen) war ein deutscher Bauingenieur und gilt als Erfinder des Wortes „Autobahn“.

Leben[Bearbeiten]

Robert Otzen wurde geboren als Sohn des Berliner Architekten Johannes Otzen (1839–1911) und seiner Ehefrau Caroline geb. Hausmann und hatte vier Schwestern.[1] Otzen studierte Ingenieurwesen und war später Präsident des staatlichen Material-Prüfungsamtes in Berlin-Dahlem. Seit dem 19. November 1926 war er Vorsitzender des Autobahnprojekts HaFraBa (HamburgFrankfurt am MainBasel). Otzen war Professor für Statik und Eisenbau an der Technischen Hochschule Hannover und im Rahmen des HaFraBa-Projektes für die technische Planung des Streckenabschnitts Hamburg–Göttingen zuständig.

Im Jahre 1929 soll er in Anlehnung an das Wort „Eisenbahn“ den Begriff „Autobahn“ geprägt haben. Bis zu diesem Zeitpunkt sprach man meist von „Nur-Autostraße“.

Schriften[Bearbeiten]

  • Drei Jahre Hafraba. In: Mitteilungsblatt 1929, Nr. 11, S. 3.
  • Zur Systematik des deutschen Landstraßenbaus. In: Bautechnik 1931, Nr. 26.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Trommsdorff: Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831-1931. Hannover, 1931, S. 76.
  • Ingrid Strohkark: Die Wahrnehmung von „Landschaft“ und der Bau von Autobahnen in Deutschland, Frankreich und Italien vor 1933. In: Der Straßenbau, Jahrgänge 1929–1937.
  • Walther Killy, Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. (Band 7) Saur, München, 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörn Bahns: Otzen, Johannes. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 717 f. (Digitalisat).