Rodinia
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Rodinia (vom russischen Wort родина für "Heimatland" oder "родить" für "zeugen", weil in Rodinia die Kerne aller späteren Kontinente vereinigt waren) - war ein Superkontinent im Proterozoikum, einem Äon des Präkambriums. Er entstand vor 1,1 Milliarden Jahren und zerbrach vor etwa 800 Millionen Jahren. Damals war die Erde nur von einer einzigen großen Landmasse und einem noch viel größeren Ozean, Mirovia, bedeckt.
Rodinia ist der älteste erforschte Superkontinent. Ausdehnung, Lage und Chronologie sind nach wie vor umstritten. Geophysikalische Hinweise lassen auf noch ältere Superkontinente schließen - Kenorland vor 2,5 Milliarden Jahren und Columbia vor 1,5 Milliarden Jahren.
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[Bearbeiten] Anordnung der Landmassen
Nach dem Auseinanderbrechen von Rodinia um etwa 800 mya, gelten folgende zusammenhängende 13 Kratone oder Terrane als gesichert (von West nach Ost):
30°N: Indien mit Seychellen und Madagaskar, Australien, Südchina, Nordchina
Am Äquator: Kalahari, Ost-Antarktika, Laurentia, Baltica, Sibiria/Kasachstan
30°S: Kongo, Río de la Plata und Amazonia, Avalonia
50°S: westliches Afrika
[Bearbeiten] Literatur
- J. W. Goodge, J. D. Vervoort, C. M. Fanning, D. M. Brecke, G. L. Farmer, I. S. Williams, P. M. Myrow, and D. J. DePaolo: A positive test of East Antarctica–Laurentia Juxtaposition within the Rodinia supercontinent. Science 321(5886): 235 – 240 (2008), ISSN 0036-8075
- Volker Kaminske: Lage und Aufbau des Superkontinents Rodinia in der Erdurzeit. Naturwissenschaftliche Rundschau 61(12) S. 634 - 635 (2009), ISSN 0028-1050

