Zimt-Rose

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Zimt-Rose
Illustration Rosa majalis0.jpg

Zimt-Rose (Rosa majalis)

Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Rosen (Rosa)
Untergattung: Rosa
Art: Zimt-Rose
Wissenschaftlicher Name
Rosa majalis
Herrm.

Die Zimt-Rose (Rosa majalis),[1] auch Mai-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Rosa majalis bildet einen dichten Strauch, der Wuchshöhen von etwa 1,5 Metern erreicht. Die Blütezeit beginnt im gemäßigten Klima sehr früh – meist in den letzten Maitagen. Die zwittrigen und bei der Wildform einfachen Blüten sind bei einem Durchmesser von etwa 5 Zentimetern radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die relativ kleinen und runden Hagebutten sind bei Reife zimtartig rot sowie reich an Vitamin C.

Ökologie[Bearbeiten]

Sie bildet durch Ausläufer neue Sträucher. Die Zimt-Rose ist eine Licht- bis Halbschattenpflanze. Blütenökologisch handelt es sich um eine Pollenblume.

Vorkommen[Bearbeiten]

Rosa majalis stammt aus Gebirgsregionen in Mittel- und Osteuropa, Skandinavien sowie Sibirien. In Mitteleuropa kommt die Zimt-Rose im Tiefland und in den Mittelgebirgen nördlich des Schwäbisch-Fränkischen Juras nur vereinzelt vor; im Schwäbisch-Fränkischen Jura selbst ist sie nur sehr selten, im Alpenvorland, in der Schweiz und in Österreich ist sie selten.[2][3]

Sie wächst an felsigen Hängen, auf Kiesbänken im Uferbereich von Flüssen und Auenwäldern, seltener im Trockengebüsch. Sie gedeiht am besten auf sommerwarmen, frischen, wechselfeuchten, auch auf steinigen und kiesigen Lehm- und Tonböden.[2][3] Sie ist ein Böschungsbefestiger, im Sanddorn-Lavendenweidengebüsch der Alpenflüsse.[2][3]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Rosa majalis erfolgte durch Johann Herrmann. Ein Synonym von Rosa majalis Herrm. ist Rosa cinnamomea.

Nutzung[Bearbeiten]

Sie wird seit etwa 1600 in europäischen Gärten kultiviert, ohne jedoch als Zierpflanze stark verbreitet zu sein. Die gefüllt blühende Form Rosa majalis 'Plena' sowie Hybriden werden häufiger in Gärten kultiviert als die Wildform. Diese Wildrose ist gut winterhart. Sie ist geeignet, an feuchten Standorten, Waldrändern oder Hecken gepflanzt zu werden, um zu verwildern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Charles & Brigid Quest-Ritson: Rosen: die große Enzyklopädie / The Royal Horticultural Society; Übersetzung durch Susanne Bonn; Redaktion: Agnes Pahler; S. 218, Dorling Kindersley, Starnberg 2004, ISBN 3-8310-0590-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zimt-Rose. In: FloraWeb.de.
  2. a b c Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 3: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Rosidae): Droseraceae bis Fabaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart 1992, ISBN 3-8001-3314-8.
  3. a b c Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. Band 2: Eibengewächse bis Schmetterlingsblütengewächse. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06192-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rosa majalis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien