Ruhm und Ehre

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Filmdaten
Deutscher Titel Ruhm und Ehre[1]
Originaltitel Glory & Honor
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 94 Minuten
Stab
Regie Kevin Hooks
Drehbuch Robert Caputo
Jeffrey Lewis
Susan Rhinehart
Produktion Ralph Berge
Lynn Raynor
Musik Bruce Broughton
Kamera Douglas Milsome
Schnitt Karen I. Stern
Besetzung

Ruhm und Ehre (eng. Glory & Honor) ist ein amerikanischer biografischer Spielfilm von Kevin Hooks aus dem Jahr 1998.[1] Dieser Film basiert auf wahren Begebenheiten.[2] Er spielt an der Wende des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der Expeditionen von Robert Edwin Peary und Matthew Henson zum Nordpol. Auf ihrer Reise durch Grönland und Ellesmere Island begleitet sie eine Gruppe der lokalen Inuit.

Handlung[Bearbeiten]

[2]

Erste Expedition: Grönland[Bearbeiten]

Matthew Henson

Am 12. Juni 1891 beginnt die erste Reise zur Arktis. Am Bord des Schiffs befinden sich: Robert Edwin Peary, seine Frau Josephine, sein Gehilfe Matthew Henson und andere Mitglieder der Expedition. Das Ziel der Expedition ist nicht, um jeden Preis den Nordpol zu erreichen, sondern herauszufinden, ob Grönland eine Insel ist und als Brücke zum Nordpol genutzt werden kann. Während der Expedition bricht sich Peary ein Bein, wodurch der weitere Verlauf der Expedition gefährdet ist. Dann erkundigt er sich nach seiner Frau, die ein Baby erwartet. Nach einiger Zeit erreichen sie die Nord-Westküste von Grönland, wo sie eine Basis errichten. Hier werden sie von Iqwah und den anderen Inuit herzlich begrüßt. Besonders Henson bringen die Inuit große Sympathie entgegen, da er durch seine dunkle Haut ihnen ähnlich zu sein scheint. Iqwah glaubt in Henson seinen in der Kindheit entführten Cousin zu erkennen. Die Inuit liefern den Teilnehmern der Expedition warme Fellkleidung und lehren Henson, wie man mit einem Hundeschlitten fährt. Sie haben ihm den Vornamen Maripaluk gegeben. Peary verachtet aber die Inuit und ihre Sprache.

Im März ziehen Peary, Henson und das Team in Richtung Norden los. Henson führt die Hundeschlitten. Pearys Frau bleibt in der Basis zurück. John Verhoeff – ein weiteres Expeditionsmitglied – stirbt in einem Loch des Eisschildes. Während der kalten Nächte friert Peary im Zelt, während Henson mit der warmen Kleidung von den Inuit mit der Kälte deutlich besser zurechtkommt. Er begreift, dass es besser wäre, im Iglu zu schlafen, nicht in den Zelten. Peary entscheidet sich, zur nächsten Expedition mit den Inuit hinauszuziehen. Beim Versuch, John Verhoeff zu retten, verliert Henson einen Handschuh. Aufgrund des Verlustes erleidet er Erfrierungen an seiner Hand; um die weitere Expedition nicht zu behindern, muss er in die Basis zurückkehren. Dort erhält er ein weiteres Geschenk von den Inuit: eine Hose aus der Haut eines Eisbären. Während des Aufenthalts in der Basis vertieft Henson seine Freundschaft mit Iqwah und seinen Mitmenschen. Kommandor Peary und seine Mannschaft erreichen am 4. Juli 1892 ein Kliff, dem Peary den Namen Navy Cliff gibt. Einer in der Nähe gelegenen Bucht gibt Peary den Namen Independence-Fjord. Josephine gebärt Peary eine Tochter.[3][4]

Rückreise in die USA[Bearbeiten]

Nach der Rückkehr in die USA stellt Peary die Ergebnisse der Expedition in einer öffentlichen Rede vor. Henson erscheint im Raum mit den Schlittenhunden und in der Inuit-Kleidung und beeindruckt das Publikum. Später bittet Henson Peary an der nächsten Expedition teilzunehmen. Peary stimmt zu. Während noch die Vorbereitungen für die nächste Expedition laufen, erreichen die Norweger das Independence-Fjord aus dem Osten und belegen damit, dass Grönland eine Insel ist. Henson lässt sich überzeugen, die nächste Expedition auf Ellesmere Island zu beginnen und als Basis Fort Conger zu errichten. Peary erhält von Morris Jesup die Zustimmung zur nächste Reise.

Zweite Expedition: Ellesmere Island[Bearbeiten]

Das Schiff Roosevelt, mit dem Robert Peary und sein Team auf der letzten Reise segeln, die in dem Film dargestellt ist

Als sie die Zustimmung erhalten, starten Robert Peary, Matthew Henson und andere Mitglieder der Expedition eine weitere Reise. Vor dem Winter erreichen sie Ellesmere Island. Entsprechend früheren Annahmen wollen sie nach Fort Conger im Frühjahr kommen. Als sie die Insel erreichen, bringt ein Inuk namens Ootah, zusammen mit einer Gruppe von anderen Inuit, die Nachricht, dass sich in der Nähe ein Schiff mit einer norwegischen Expedition befindet. Peary, aus Angst, dass die Norweger den Nordpol als Erste erreichen können, wartet nicht an Bord des Schiffs bis zum Frühjahr – sofort beginnen alle Teilnehmer der Expedition und die Inuit eine 250-Meilen-Reise nach Fort Conger. Leider hat Peary durch Erfrierungen acht seiner Zehen verloren, und nach 47 Tagen zu Fuß kehren alle zum Schiff zurück. Ende Juni kam Pearys Frau Josephine und entdeckt seinen Betrug mit einer Inuitfrau namens Aleqasina. Josephine erzählt ihm, dass die zweite Tochter im Alter von acht Monaten gestorben war. Das alles führt zu einer Trennung.

Nach diesen Ereignissen zogen die Teilnehmer der Expedition von Ellesmere Island hinaus, auf das Eis des gefrorenen Arktischen Ozeans. Bereits im Frühling versteckte Matthew Henson im Eis Lebensmittelvorräte für die vom Nordpol zurückkehrende Expedition und markierte diese mit Fahnen. Jedoch sind die Vorräte nicht mehr auffindbar. Die Situation verschärft sich, als die Inuit aufgrund ihres Glaubens umkehren und die Expedition verlassen. Der Nahrungsmangel zwingt die Teilnehmer der Expedition, die Reise 200 Meilen vor dem Ziel abzubrechen. Um zu überleben, müssen sie auf dem Rückweg Hundefleisch essen.

Zweite Rückreise nach USA[Bearbeiten]

Robert Peary überredet den Inuit ihm einen Meteoriten zu überlassen. Dieser ist aus Metal und wird zur Finanzierung der nächsten Reise verkauft. Er überzeugte vier der Inuit mit ihm in die Vereinigten Staaten zu reisen. Sechs Monate nach ihrer Ankunft in Vereinigten Staaten versterben alle vier an einer Lungenentzündung. Die Körper zweier von ihnen: Ahnalkah und Iqwah, werden in einem Museum ausgestellt.[5] Damals trifft Henson Lucy Ross und ihre anderen Afroamerikanischen Verwandten oder Freunde, die streiten mit ihm einander über den Sinn solcher Veranstaltungen, über den Sinn der Bereitstellung von finanziellen Mitteln für diesen Zweck und in diesem Unterfangen jemanden aus ihren Gemeinden teilzunehmen, während in Harlem eine Armut herrscht. Einige Zeit später wird Henson mit seiner Freundin Lucy Ross verheiratet.

Dritte Expedition: Nordpol[Bearbeiten]

Robert Peary im Jahr 1909
Arktis Expedition 1908-1909

Sechs Monate nach der Hochzeit Hensons brechen Henson und Peary zur nächsten Reise nach Norden am Bord des neuen Schiffes Roosevelt auf.[6][7] Peary erprobt ein neues Vorgehen: Während der Expedition soll ein Teil der Besatzung mit Lebensmitteln, für die später zurückkehrenden Teile der Expedition auf der Strecke verbleiben. Den Nordpol sollen nur zwei Gruppen erreichen: Die Pearys sowie die sich als stärkste erweisende. Der Rest soll in den Lagern auf der Strecke bleiben. Peary ist zu diesem Zeitpunkt 52 Jahre alt.

Am 1. März 1909[7] verlassen sowohl die Besatzung, sowie die Inuit Kap Columbia bei Temperaturen von -17 °C. In einem Lager, 30 Meilen vor dem Nordpol vernimmt Henson zufällig eine Unterhaltung zwischen Peary und Bartlett, einem weiteren Mitglieder der Expedition. Peary teilt diesem mit, das nicht er, sondern nur Henson ihn auf den restlichem Streckenabschnitt begleiten soll. Er begründet dies mit der größeren Erfahrung Matthew Hensons. Aber als zusätzliches Argument, im Widerspruch zur letzter Aussage, Peary erklärt, dass durch Mangel an Charakter, der ist eine Sache der Rasse, Henson könnte nicht die Menschen zurück zum Schiff führen. Später jedoch sagte zu Henson, dass am nächsten Morgen reist Peary mit seiner Gruppe. Henson aber soll den March eine Stunde später beginnen. Plötzlich geht Henson heimlich, ohne vorherige Warnung zusammen mit Inuk Ootah, aber freiwillig stoppt für etwa zwei Stunden zu Fuß vor dem angeblichen Nordpol. Wenn sie sich treffen, erklärt Henson, dass könnte er alleine den Nordpol erreichen, aber er wollte auf ihn warten, um mit ihm den Sieg zu teilen, obwohl Peary wollte nicht den Sieg mit Henson teilen. Schließlich gehen sie mit einer Gruppe von Inuit nach Nordpol.[8][9][10]

Abschließende Informationen[Bearbeiten]

  • Pearys Gegner bestritten, dass er als erster den Nordpol erreicht hat.
  • Admiral Robert Peary starb im Jahr 1920 im Alter von 64 Jahren.
  • Henson starb im Alter von 82 Jahren.
  • Am 6. April 1988 Matthew Hensons Asche dem Nationalfriedhof in Landkreis Arlington übergeben werden und neben dem Grab von Robert Peary begraben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ruhm und Ehre in der Internet Movie Database (englisch)
  2. a b Dieser Artikel beschreibt die Ereignisse in der Filmbiografie dargestellt, die am 18. September 2009 auf der polnischen TV-Station TVN 7 ausgestrahlt wurde. Einige der darin enthaltenen Informationen können nicht in vollem Umfang die wahren Tatsachen widerspiegeln oder sogar die Fakten verzerren (siehe auch die Einzelnachweise).
  3. Marie Ahnighito Peary, geb. am 12. September 1893 nord-östlich von Grönland. Die lokalen Inuit nannten sie ein „Schneekind“, weil sie noch nie ein weißes Baby gesehen hatten. Dies wird im Film nicht erwähnt (siehe auch Einzelnachweise: Une.edu).
  4. Marie Ahnighito Peary Papers, 1893-1978 (eng.) – Une.edu, Zugriff 15. September 2013
  5. Im Film ist nicht erklärt, ob die eine Mumien, ob z.B. eine Wachsfiguren sind. Ohnehin stehen sie in der aufrechte Körperlage. Sie sind in der typischen Inuit-Winterkleidung gekleidet und halten sie einen Speer in der Hand. Im Jahr 1897 kamen mit Peary nach Vereinigte Staaten tatsächlich sechs Inuit. Vier von ihnen: Qisuk, 12-Jährige Aviaq, Nuqtak und seine Frau Atangana, starben bald in USA. Einer, Uisaakassak, ist nach Grönland zurückgefahren. Sechster, ca. 7-jähriger Minik Wallace (der Sohn Qisuks), wurde vom Kurator des American Museum of Natural History William Wallace angenommen. Seine Biographie ist im Dokumentarfilm "Minik, the Lost Eskimo" vorgestellt.
  6. Gemäß The New York Times, fuhr das Schiff von New York am 6. Juli 1908 (siehe auch Einzelnachweise: NYT).
  7. a b Commander Peary's Preliminary Account of His Successful Voyage to The North Pole (eng.)NYTimes.com, 9. März 1909 (PDF), Zugriff 15. September 2013
  8. Arctic Explorer Robert E. Peary (eng.) – AmericasLibrary.gov, Zugriff 15. September 2013
  9. Robert Peary (eng.) – U-S-History.com, Zugriff 15. September 2013
  10. Gemäß den behördlichen Quellen sie erreichte den angeblichen Nordpol am 6. April 1909 (siehe auch Einzelnachweisen: AmericasLibrary.gov und U-S-History.com).

Weblinks[Bearbeiten]