Rundblättriger Steinbrech

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Rundblättriger Steinbrech
Rundblättriger Steinbrech (Saxifraga rotundifolia)

Rundblättriger Steinbrech (Saxifraga rotundifolia)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Steinbrech (Saxifraga)
Art: Rundblättriger Steinbrech
Wissenschaftlicher Name
Saxifraga rotundifolia
L.

Der Rundblättrige Steinbrech (Saxifraga rotundifolia) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Sanikel (Sanicula europaea) heißt er auch Bergsanikel oder Alpensanikel.

Beschreibung[Bearbeiten]

Rundblättriger Steinbrech (Saxifraga rotundifolia)

Die reichblühende, mehrjährige, krautige Pflanze wird ca. 10–50 cm hoch. Die Grundblätter sind in Rosetten angeordnet und sind rundlich-nierenförmig, eingeschnitten gezähnt und bis zu 5 cm breit. Die Form ist hierbei rundlich bis nierenförmig mit einem herzförmigen Grund. Die Blüten wachsen in lockeren Rispen an lang gestielten drüsenhaarigen Ästchen. Die Blätter des Blütenstandes werden nach obenhin rasch kleiner. Die Kelchblätter sind breit lanzettlich und spitz. Die Kronblätter sind bis 10 mm lang und weiß mit in der oberen Hälfte roten bzw. in der unteren Hälfte gelben Punkten (Honigmale für die Blütenbesucher).

Die Blütezeit ist Mai bis September.

Die art hat die Chromosomenzahl 2n = 22.

Systematik[Bearbeiten]

Es gibt 2 Unterarten:

  • S. rotundifolia ssp. chrysospleniifolia (Boiss.) D.A. Webb; sie kommt nur auf den Balkanhalbinsel und in der Ägäis vor
  • S. rotundifolia ssp. rotundifolia;

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Rundblättrige Steinbrech bevorzugt schattige und feuchte Plätze zwischen 600 und 2.500 m. Er wächst an Bachufern, in Hochstaudenfluren, in Blockfluren und in Bergmischwäldern. Er ist eine Charakterart der Ordnung Adenostyletalia.

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Gebirge Mittel- und Südeuropas, von Mittelspanien und den Pyrenäen über die französischen Mittelgebirge, die Alpen, den Apennin und die Balkanhalbinsel bis Rumänien und zum Kaukasus.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu anderen Steinbrecharten braucht er keinen Verdunstungs- oder Windschutz, da er in niedriger Höhe bzw. feuchten Gebieten wächst.

Heilwirkung[Bearbeiten]

Er wurde in der Volksheilkunde bei Erkrankungen der Lunge angewendet und heißt deshalb manchmal in der Schweiz noch Lungechrut.

Literatur[Bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen: erkennen & bestimmen, München 2002, ISBN 3-576-11482-3
  • Manfred A. Fischer: Exkursionsflora von Österreich, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-3461-6
  • Klaus Kaplan in Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band IV, Teil 2 A, 3. Auflage, Seite 190-192. Blackwell Wissenschaftsverlag Berlin 1995. ISBN 3-8263-3016-1
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saxifraga rotundifolia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien