Rundes r
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Das runde r ist eine Variante des Buchstabens r bei gebrochenen Schriften. Es entstand ursprünglich dadurch, dass in der Buchstabenkombination „or“ der linke Teil des Buchstabens r (der senkrechte Strich) weggelassen wurde. Später wurde es auch nach anderen Buchstaben mit Rundung auf der rechten Seite (b, d, h, p) und beim Doppel-r („rr“) alternativ zum normalen r verwendet.
Die gleiche Glyphe wurde auch als Abkürzung für „und“ verwendet. Der Ursprung dieser Verwendung liegt in der tironischen Note für „et“ (lat. „und“): diese war zunächst in vielen Schriften als eigene Glyphe enthalten, später wurde dann vielfach das recht ähnliche runde r verwendet[1]. Am längsten hat sich diese Verwendung in der Abkürzung für „et cetera“ erhalten (siehe Abbildung).
Das runde r ist im Ausland bei Handschriften üblich [2].
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beispiele
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q(ua)drag[i(n)ta] in einer Bibelhandschrift aus Malmesbury (Textur), 1407. |
rc. rc. am Ende der Titelaufzählung (Fraktur), 1768. |
Wort, Schrift und Herr (Alte Schwabacher), Computersatz. |
[Bearbeiten] Siehe auch:
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.e-welt.net/bfds_2003/bund/fragen/19_rundes%20r%20und%20%20etc_1.pdf
- ↑ http://www.joern.de/rundesr.htm
[Bearbeiten] Literatur
- Eberhard Dilba: „Typographie-Lexikon“ und Lesebuch für alle, 2. Auflage, Books on Demand, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8334-2522-6.
[Bearbeiten] Weblinks
- Typographie-Lexikon von Eberhard Dilba, mit ausführlichem Stichwort „Rundes r“ auf S. 108/109

